Erbach (Gf.)

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Die Grafen von Erbach stammen aus dem Odenwald und gehören zum rheinfränkischen Hochadel.


Geschichte

Die Grafen von Erbach gehören zum rheinfränkischen Uradel und waren Ministeriale, die das Amt des Vogtes der Reichsabtei Lorsch innehatten. Das Geschlecht erscheint erstmals etwa im Jahre 1100. Um 1200 erscheinen die Erbach als Reichsdienstmannen, etwas später als Schenken der Kurfürsten von der Pfalz. Die gegen Ende des 12. Jahrhunderts entstandene Burg in Erbach im Odenwald wurde im 13. Jahrhundert den Pfalzgrafen bei Rhein zu Lehen aufgetragen.

Die Güter der Erbacher stammten überwiegend aus dem ehemaligen Besitz des Klosters Lorsch um Michelstadt, das 1232 an Kurmainz gefallen war, sowie Beerfelden, ein Pfälzer Lehen, und Reichelsheim. Seit 1314 war der gesamte Erbach'sche Besitz pfälzisches Lehen. Das Haus Erbach hatte vorher oft in Kämpfen mit der Kurpfalz gestanden. 1556 kam durch Erbschaft die halbe Herrschaft Breuberg zur Grafschaft.

1532 erfolgte die Erhebung in den Reichsgrafenstand und damit in den Hochadel, nachdem die Erbacher bereits seit dem 13./14. Jahrhundert trotz der Herkunft aus der Reichsministerialität als Angehörige des hochadeligen Herrenstandes gegolten hatten. Die Grafschaft gehörte zum Fränkischen Reichskreis.

Verweise