Erhard, Ludwig

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Ludwig Ehrhardt war ein deutscher Politiker (CDU) und von 1949 bis 1963 Bundesminister für Wirtschaft und von 1963 bis 1966 zweiter Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland.


Leben

Der Weltausstellungs-Architekt Sep Ruf errichtete als Zeichen der Übereinstimmung zwischen BRD und Moderne im Garten des Palais Schaumburg einen Bungalow aus Glas, Stahl und Beton.

In seiner Regierungserklärung kündigte er an, daß unter seinem Mitarbeiter Professor Müller-Armack ein Team von Gelehrten den Regierungschef nach Kennedy-Vorbild beraten werde. Erhard machte zu Recht einen Unterschied zwischen „verantwortungsbewußter Geistigkeit und einem blutleeren Intellektualismus ohne Substanz und ohne Gesinnung“.

Damals meinte der CDU-Politiker Dufhues, daß die literarische „Gruppe 47“ eine „geheime Reichsschrifttumskammer“ sei.

Zitate

  • Je freier die Wirtschaft, umso sozialer ist sie auch.
  • Ich meine, daß der Markt an sich sozial ist, nicht daß er sozial gemacht werden muß.
  • Nichts ist unsozialer als der sogenannte Wohlfahrtsstaat.
  • „Da hört bei mir der Dichter auf, und es fängt der ganz kleine Pinscher an, der in dümmster Weise kläfft.“[1] Im Kölner Gürzenich später: „Ich muß diese Dichter nennen, was sie sind: Banausen und Nichtskönner, die über Dinge urteilen, von denen sie einfach nichts verstehen … Es gibt einen gewissen Intellektualismus, der in Idiotie umschlägt … Alles, was sie sagen, ist dummes Zeug.“
  • Die Menschen haben es zwar zuwege gebracht, das Atom zu spalten, aber nimmermehr wird es ihnen gelingen, jenes eherne Gesetz aufzusprengen, das uns mit unseren Mitteln haushalten läßt, das uns verbietet, mehr zu verbrauchen, als wir erzeugen können - oder erzeugen wollen.[2]
  • Was sind das für Reformen, die uns Wände voll neuer Gesetze, Novellen und Durchführungsverordnungen bringen? Liberale Reformen sind es jedenfalls nicht. Es sind Reformen, die in immer ausgeklügelterer Form Bürger in neue Abhängigkeiten von staatlichen Organen bringen, wenn nicht sogar zwingen.[3]
  • „Ich rufe die schöpferischen Menschen in der Bundesrepublik zur Mitarbeit in diesem Staate auf.“[4]

Verweise




Einzelnachweise

  1. Am 9. Juli 1965 über 25 deutsche Autoren (U.a. die kriminellen Schmierfinken Schallück, Rühmkorf, Hey, Lenz, Jens, Richter, Eggebrecht, Wellershoff, Hochhuth und Weiss Günter Graß, Martin Walser, Uwe Johnson, Rolf Hochhuth), die in einem rororo-Bändchen mehr linke Zersetzung und Wohlstandszerstörung („Für eine neue Regierung“) gefordert hatten. Siehe: SPIEGEL 19/65
  2. 1964
  3. 1974 zu dem unsäglichen Zerstörungsprogarmm der „sozialliberalen“ Koalition unter Brandt und Schmidt.
  4. Regierungserklärung 1963