Jünger, Ernst

Aus Monarchieliga
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Zitate

  • Je mehr Freiheit, desto weniger Gleichheit, je mehr Gleichheit, desto weniger Freiheit.
  • Demokratie als Pforte zur Gewalt. Zunächst sind alle gleich … dann wird verziffert, es kommt zur Abstimmung. Die schwarze Majorität ist enorm. Nun sind die Schwarzen schwärzer und die Weißen weißer als je zuvor. Der weiße Mann als Sklave seiner Ideen hat sich die Schlinge um den Hals gelegt. Es gibt intelligentere Arten des Selbstmords.[1]
  • "Gegen Demokraten helfen nur Soldaten“ - das war noch 1848 richtig, gilt aber heute selbst in Preußen nicht mehr. In unserer Elementarlandschaft muß man sich eher an den Satz halten, daß ein Steppenbrand nur durch ein Gegenfeuer bekämpft werden kann. Die Demokratien reguliern sich im Weltmaßstab. Aus diesem Grunde gibt es nur noch den populären Krieg.[2]
  • Mir wurde die ungeheure Überlegenheit, die noch die kleinste Ordnungszelle der größten Masse gegenüber auszeichnet, erst nach dem Kriege klar, denn auf den Schlachtfeldern, wo man nur Uniformierte sieht, regiert ein anderes Gesetz. Im März 1921 wohnte ich dem Zusammenstoße einer dreiköpfigen Maschinengewehrbedienung mit einem Demonstrationszug von vielleicht fünftausend Teilnehmern bei, der eine Minute nach dem Feuerbefehl, ohne daß es auch nur einen Verletzten gegeben hätte, von der Bildfläche verschwunden war. Der Anblick hatte etwas Zauberhaftes; er rief jenes tiefe Gefühl der Heiterkeit hervor, von dem man bei der Entlarvung eines niedern Dämonen ergriffen wird.
  • Wenn es gilt, in Masse über einen einzelnen herzufallen, sind die Deutschen immer dabei, es muß nur ungefährlich sein.[3]



Einzelnachweise

  1. Siebzig verweht II
  2. Pariser Tagebücher, Kaukasische Aufzeichnungen
  3. Siebzig verweht, III, S. 209