Erwählte Pleißenstadt

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  • BWV 216a


Zum Werk

Dies ist eine Huldigungskantate für den Rat der Stadt Leipzig. Sie ist nach 1728 entstanden. Handelnde Personen sind Apoll (Sopran?) und Merkur (Gott des Handels, Alt?). Die Musik ist leider verlorengegangen.


Text des Werks

Duetto: Erwählte Pleißen-Stadt

  • Apoll: Erwählte Pleißen-Stadt, dein Scheinen wächst und glänzt vor andern allen. Wer seine Lust an deinem Prangen übt,
  • Merkur: Vergnügte Pleißen-Stadt, dein Blühen wächst und glänzt vor andern allen. Wer seine Lust an deinem Schönheit übt,
  • beide: der ist und bleibt in dich verliebt, - wird deiner Gegend niemals satt, - dem kann es nirgends mehr gefallen.
  • Apoll: Ihr Städte die man in der Welt,
für weit berühmt und auserlesen hält,
kommt, eilt herbei,
und sagt, ob Leipzig nicht
ein Sonnen-Licht
und jener Glanz ein schwaches Sternlicht sei.

Aria: Angenehmes Pleiß-Athen

Angenehmes Pleiß-Athen,
wie die Diamanten dauern,
also werden deine Mauern
unbeweglich feste stehn.

Angenehmes/weltberühmtes Pleiß-Athen,
wer dich höret, wer dich nennt,/ wer dich liebet, wer dich kennt,
wird dein Lob noch mehr erhöh'n,
angenehmes Pleiß-Athen.

Recitativo Merkur: Nicht die Gelehrsamkeit allein

Nicht die Gelehrsamkeit allein
muß, Leipzig, dein Gelücke sein.
Mein Handel, den ich hier
beständig pflanze,
verschaffet dir
das meiste Teil zu deinem Glanze
und dich, geliebter Handelsplatz
will ich als einen teuren Schatz
in meiner Seele tragen
und aller Welt von deinem Ruhme sagen:

Aria: Mit Lachen und Scherzen

Mit Lachen und Scherzen,
mit freudigen Herzen,
verleib ich mein Leipzig der Ewigkeit ein.

Ich habe hier meine Behausung erkoren
und selber den Göttern geschworen
hier gerne zu sein.

(Recitativo) Apoll und Merkur: Drum ist gewiß

Drum ist gewiß,
dein Glanz sieht keine Finsternis.
Das macht, weil die, so an dem Ruder sitzen,
durch Sorg und Müh
das Wohlergehen unterstützen.
Der Himmel kröne sie dafür
Mit ungemeßenem Vergnügen!
So, Leipzig, wird das Glück in dir
noch größer, als es schon gestiegen.

Aria Duetto: Heil und Segen

Heil und Segen
müss' euch teure Schar verpflegen.

Wie ein Fluß die Auen labt
und die Wonne, die ihr habt
Soll und wird sich mit Ersprießen
milder als ein Strohm ergießen.

Apoll: so bleibet das Wissen im Blühen beglückt,
Merkur: so bleibet der Handel Wachsen beglückt,
Beide: so werden die Zeiten mit Ehren geschmückt.


Verweise