Es ist gewißlich an der Zeit

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Das Lied im Werk J. S. Bachs

Siehe: Nun freut euch, lieben Christen g'mein


Text der Hymne

Text hier nach Bollhagen, Stettin 1888

1. Es ist gewißlich an der Zeit,
daß Gottes Sohn wird kommen,
in seiner großen Herrlichkeit,
zu richten Bös’ und Frommen.
Dann wird das Lachen werden teu'r,
wenn alles wird vergeh'n in Feu'r,
wie Petrus davon schreibet.


2. Posaunen wird man hören geh'n
an aller Welt ihr Ende,
darauf bald werden aufersteh'n
all' Toten gar behende.
Die aber noch das Leben han,
die wird der Herr von Stunden an
verwandeln und verneuen.


3. Danach wird man ablesen bald
ein Buch, darin geschrieben,
was alle Menschen, jung und alt,
auf Erden hab'n getrieben.
Da dann gewiß ein jedermann
wird hören, was er hat getan
in seinem ganzen Leben.


4. O weh demselben, welcher hat
des Herren Wort verachtet
und nur auf Erden früh und spat
nach großem Gut getrachtet!
Der wird fürwahr gar kahl besteh'n
und mit dem Satan müssen geh'n
von Christo in die Hölle.


5. O Jesu, hilf zur selben Zeit
von wegen deiner Wunden,
daß ich im Buch der Seligkeit
werd' angezeichnet funden!
Daran ich denn auch zweif'le nicht,
denn du hast ja den Feind gericht't
und meine Schuld bezahlet.


6. Derhalben mein Fürsprecher sei,
wenn du nun wirst erscheinen,
und lies' mich aus dem Buche frei,
darinnen steh'n die Deinen,
auf daß ich samt den Brüdern mein
mit dir geh’ in den Himmel ein,
den du uns hast erworben.


7. O Jesu Christ, du machst es lang
mit deinem Jüngsten Tage,
den Menschen wird auf Erden bang'
von wegen vieler Plage.
Komm doch, komm doch, du Richter groß,
und mach uns doch in Gnaden los
von allem Übel, amen.

Verweise