Es wartet alles auf dich

Aus Monarchieliga
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  • BWV 187
  • BC A 110


Text des Werkes

Teil 1

Coro: Es wartet alles auf dich

Es wartet alles auf dich, daß du ihnen Speise gebest zu seiner Zeit. Wenn du ihnen gibest, so sammlen sie, wenn du deine Hand auftust, so werden sie mit Güte gesättiget.

Recitativo: Was Kreaturen hält

Was Kreaturen hält das große Rund der Welt!
Schau doch die Berge an, da sie bei tausend gehen,
was zeuget nicht die Flut?
Es wimmeln Ström', der Vögel großes Heer und Seen zieht durch die Luft zu Feld.
Wer nähret solche Zahl,
und wer vermag ihr wohl die Notdurft abzugeben,
kann irgendein Monarch nach solcher Ehre streben?
Zahlt aller Erden Gold ihr wohl ein einig Mal?[1]?

Aria: Du Herr, du krönst allein

Du Herr, du krönst allein das Jahr mit deinem Gut.

Es träufet Fett und Segen
auf deines Fußes Wegen
und deine Gnade ist’s, die allen Gutes tut.

Teil 2

Aria: Darum sollt ihr nicht sorgen noch sagen

Darum sollt ihr nicht sorgen noch sagen: Was werden wir essen, was werden wir trinken, womit werden wir uns kleiden? Nach solchem allen trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, daß ihr dies alles bedürfet.

Aria: Gott versorget alles Leben

Gott versorget alles Leben,
was hienieden Odem hegt.
Sollt er mir allein nicht geben,
was er allen zugesagt?
Weicht, ihr Sorgen, seine Treue
ist auch meiner eingedenk
und wird ob mir täglich neue
durch manch Vaterliebs Geschenk.

Recitativo: Halt ich nur fest an ihm

Halt ich nur fest an ihm mit kindlichem Vertrauen
und nehm mit Dankbarkeit, was er mir zugedacht,
so werd ich mich nie ohne Hülfe schauen,
und wie er auch vor mich die Rechnung hab gemacht.
Das Grämen nützet nicht, die Mühe ist verloren,
die das verzagte Herz um seine Notdurft nimmt;
der ewig reiche Gott hat sich die Sorge auserkoren,
so weiß ich, daß er mir auch meinen Teil bestimmt.

Corale: Gott hat die Erd' schön zugericht

Gott hat die Erde zugericht,
läßt's an Nahrung mangeln nicht;
Berg und Tal, die macht er naß,
daß dem Vieh auch wächst sein Gras;
aus der Erden Wein und Brot
schaffet Gott und gibt’s uns satt,
daß der Mensch sein Leben hat.

Wir danken sehr und bitten ihn,
daß er uns geb des Geistes Sinn,
daß wir solches recht verstehn,
stets in sein Geboten gehn,
seinen Namen machen groß
in Christo ohn' Unterlaß,
so sing’n wir recht das Gratias.


Verweise



Einzelnachweise

  1. also eine "Mahlzeit"