Feeney, Leonard

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  • * 1897
  • † 1978


Leonhard Feeney SJ war ein amerikanischer Häretiker, der die kirchliche Lehre von der „Blut- und Begierdetaufe“ bestritt und deshalb kirchlich gemaßregelt wurde.


Leben

Pater Leonhard Feeney war ein katholischer Priester und Jesuit. Ab 1947 bestritt er die kirchliche Lehre. Er lehrte u. a. daß der schiere Wunsch nach der Taufe diese nicht ersetzen könne und daß Gott es nicht zulassen würde, daß ein Ungetaufter das Martyrium erleidet.

Das Heiliges Offizium|Heilige Offizium]] erklärte deshalb die richtige Bedeutung des Dogmas von der Heilsnotwendigkeit der Kirche[1] und nannte ausdrücklich auch das Konzil von Trient. Feeney klagte daraufhin das Heilige Offizium der Häresie an! Seine Lehren wurden in einem Brief des Hl. Offiziums an den Erzbischof von Boston vom 8. August 1949 verworfen.[2]

1949 wurde Feeney aus dem Jesuitenorden entlassen, am 4. 2. 1953 wurde er von Papst Pius XII. exkommuniziert. Feeney ist Gründer der Gruppe „Slaves of the Immaculate Heart of Mary“. Feeney wurde 1972 offizielles Mitglied der V2-Gruppe und blieb es bis zu seinem Tode, denn Feeneys Zurückweisung der kirchlichen Lehre entspricht dem Geist der Rebellion und der Lüge. Obwohl Feeney wußte, daß seine Gegner keine Häretiker waren (denn Feeney konnte keine Häresie nachweisen), hat er sie trotzdem als Häretiker verleumdet. Wer heute noch die Lehre von Bluttaufe oder Begierdetaufe als Häresie bezeichnet, handelt faktisch im sog. „Geist des Zweiten Vatikanischen Konzils“.

Feeneyismus

Der Begriff „Feeneyismus“ bezeichnet die Sonderlehre Feeneys, welche in einer verengten Durchführung des Grundsatzes „Extra Ecclesiam nulla salus“ besteht. Traditionelle kirchliche Ansicht ist es, daß nur die Wassertaufe sakramentale Wirkung hat. Darüber hinaus lehrte jedoch die Kirche stets, daß auch diejenigen, die für den Glauben getötet werden ohne getauft zu sein, durch ihren Tod die Taufe empfangen. Auch das Verlangen nach der Taufe kann die Taufe ggf. ersetzen.

Später wurde das Dogma von der Heilsnotwendigkeit der Kirche ausdrücklich von der Pastoralsynode geleugnet: Nichtkatholische Gemeinschaften wurde ausdrücklich als „Mittel des Heiles“ bezeichnet. Somit ist jedes Mitglied der V2-Gruppe ein Häretiker und deshalb aus der Kirche ausgeschlossen. In der V2-„Theologie“ wird konsequenterweise die Begierdetaufe als „Hilfskonstruktion“ bezeichnet, die nach V2 unnötig ist.[3]

Verweise



Einzelnachweise

  1. Außerhalb der Kirche gibt es kein Heil - extra ecclesiam nulla salus.
  2. Selbst Kuehnelt-Leddihn erwähnt P. Feeney auf S. 79 von „Kirche und Moderne“. Kuehnelt-Leddihn war in all seinen kirchlichen Büchern stolz darauf, sehr modern und liberal zu sein.
  3. cf. Wolgang Beinert (Hg:), Lexikon der katholischen Dogmatik, Freiburg 1987, Art. Begierdetaufe