Fjodor III. Alexejewitsch

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  • * 9. Juni 1661 in Moskau
  • † 7. Mai 1682 ebenda


Fjodor III. Alexejewitsch war von 1676 bis 1682 Imperator Rußlands.

Leben

Fjodor III. war der dritte Sohn von Zar Alexeij Michailowitsch und dessen erster Gemahlin Maria Iljinitschna Miloslawskaja.

Durch den Tod seines älteren Bruders Alexei wurde er zum Zarewitsch und als solcher erzogen. Ein Erzieher des Zarewitsch war der westrussische Mönch und Dichter Simeon Polozki. Neben den zahlreichen Themengebieten, die ein Thronfolger erlernen muß, brachte der Mönch dem jungen Fjodor auch Polnisch bei, wodurch ihm auch die westliche Lebensweise vertrauter wurde. Er interessierte sich für Wissenschaft, Kunst und Musik.

Fjodor war wie sein Vater ein sehr frommer Mann, der später zudem einige Kirchengesänge verfaßte, außerdem war er der erste Zar, der sich westlich kleidete und frisierte. Unter seiner Regierung begann sich das Moskauer Reich Europa anzunähern. Der Annäherungsprozess wurde von seinen Nachfolgern weiter vorangetrieben.

Herrschaft

Fjodor bestieg nach dem Tod seines Vaters 1676 im Alter von 16 Jahren den Thron Rußlands bestieg.

In seiner Regierungszeit wurden viele Reformen begonnen, jedoch konnten die meisten davon aufgrund seiner kurzen Regentschaft nicht zu Ende gebracht werden. Die wichtigste Reform war die Abschaffung der Rangplatzordnung beim Militär (Mestnitschestwo). Weitere Reformen stärkten die Zentralisierung des Staatsapparats und drängten den Einfluß des Patriarchen zurück, den dieser auf die Staatsgeschäfte ausübte. Zugleich hatten die Reformen eine Verschlechterung der sozialen Lage der unteren Volksschichten zur Folge, die zum Moskauer Aufstand von 1682 und zur Übernahme der Regentschaft durch Fjodors Schwester Sophia Alexejewna führte.

Während seiner Regierungszeit befand sich Fjodor mit dem Osmanischen Reich im Krieg, der 1681 mit dem für Rußland vorteilhaften Frieden von Bachtschissarai beendet wurde.

Verweise