Forchheim (Pf.)

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In Forchheim war eine prominente karolingische Königspfalz.


Geschichte

Im 8. und 9. Jh. wurden in Forchheim ein fränkischer Königshof und eine Pfalz errichtet. Damals war Forchheim Teil des ostfränkischen Netzes von Kontrollstationen für den Handel mit den Ostgermanen.

In den folgenden Jahrhunderten fanden in Forchheim zahlreiche Reichstage und Fürstentage statt. Der erste Aufenthalt eines ostfränkischen Königs ist für 849 belegt. Auf dem Höhepunkt ihrer Bedeutung war die Pfalz im Jahre 900, als dort am 4. Februar der erst sechsjährige Ludwig das Kind zum König gewählt und gekrönt wurde. Nach dem Tod des letzten Karolingers wurde in Forchheim am 10. November 911 Konrad I. zum deutschen König gewählt.

Am 1. November 1007 schenkte Kaiser Heinrich II. das Königsgut Forchheim dem Bistum Bamberg. Bereits 1039 jedoch stellte Kaiser Heinrich III. die Stadt wieder unter Reichsverwaltung, bevor sie am 13. Juli 1063 wieder bis zur Säkularisierung 1802/1803 mit dem Bistum Bamberg, das ab 1500 zum Fränkischen Reichskreis gehörte, verbunden wurde. In der Zeit Heinrichs IV. wurde am 15. März 1077 Herzog Rudolf von Rheinfelden in Forchheim als Gegenkönig gewählt.


Verweise