Fröhlich soll mein Herze springen

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Die Hymne

Johann Sebastian Bach verwendet die Schlußstrofe Ich will dich mit Fleiß bewahren in seinem Weihnachtsoratorium mit der Weise Warum sollt' ich mich denn grämen.


Die Weisen


Text der Hymne

1. Fröhlich soll mein Herze springen
dieser Zeit,
da vor Freud'
alle Engel singen.
Hört, hört, wie mit vollen Chören
alle Luft
laute ruft:
Christus ist geboren!


2. Heute geht aus seiner Kammer
Gottes Held,
der die Welt
reißt aus allem Jammer.
Gott wird Mensch dir, Mensch, zugute,
Gottes Kind,
das verbind't
sich mit unserm Blute.


3. Sollt' uns Gott nun können hassen,
der uns gibt,
was er liebt
über alle Maßen?
Gott gibt, unserm Leid zu wehren,
seinen Sohn
aus dem Thron
seiner Macht und Ehren.


4. Sollte von uns sein gekehret,
der sein Reich
und zugleich
sich uns selbst verehret?
Sollt' uns Gottes Sohn nicht lieben,
der jetzt kömmt,
von uns nimmt,
was uns will betrüben?


5. Hätte vor der Menschen Orden
unser Heil
einen Greu'l,
wär' er nicht Mensch worden.
Hätt' er Lust zu unserm Schaden,
ei, so würd'
uns're Bürd'
er nicht auf sich laden.


6. Er nimmt auf sich, was auf Erden
wir getan,
gibt sich an,
unser Lamm zu werden,
unser Lamm, das für uns stirbet
und bei Gott
für den Tod
Gnad' und Fried' erwirbet.


7. Nun, er liegt in seiner Krippen,
ruft zu sich
mich und dich,
spricht mit süßen Lippen:
Lasset fahr'n, o liebe Brüder,
was euch quält,
was euch fehlt,
ich bring' alles wieder.


8. Ei, so kommt und laßt uns laufen!
Stellt euch ein,
groß und klein,
eilt mit großem Haufen!
Liebt den, der vor Liebe brennet;
schaut den Stern,
der uns gern
Licht und Labsal gönnet.


9. Die ihr schwebt in großen Leiden,
sehet, hier
ist die Tür
zu den wahren Freuden.
Faßt ihn wohl, er wird euch führen
an den Ort,
da hinfort
euch kein Kreuz wird rühren.


10. Wer sich fühlt beschwert im Herzen,
wer empfind't
seine Sünd'
und Gewissensschmerzen,
sei getrost, hier wird gefunden,
der in Eil'
machet heil
die vergift'ten Wunden.


11. Die ihr arm seid und elende,
kommt herbei,
füllet frei
eures Glaubens Hände!
Hier sind alle guten Gaben
und das Gold,
da ihr sollt
euer Herz mit laben.


12. Süßes Heil, laß dich umfangen,
laß mich dir,
meine Zier,
unverrückt anhangen!
Du bist meines Lebens Leben;
nun kann ich
mich durch dich
wohl zufrieden geben.


13. Meine Schuld kann mich nicht drücken,
denn du hast
meine Last
all' auf deinem Rücken.
Kein Fleck ist an mir zu finden,
ich bin gar
rein und klar
aller meiner Sünden.


14. Ich bin rein um deinetwillen;
du gibst g'nug
Ehr' und Schmuck,
mich darein zu hüllen.
Ich will dich ins Herze schließen;
o mein Ruhm,
edle Blum',
laß dich recht genießen!


15. Ich will dich mit Fleiß bewahren,
ich will dir
leben hier,
dir will ich abfahren;
mit dir will ich endlich schweben
voller Freud'
ohne Zeit
dort im andern Leben.

Verweise