Friede von Dresden

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  • 25. Dezember 1745


Der Friede von Dresden war Friedensvertrag zwischen Preußen, Österreich und Sachsen. Er beendete den Zweiten Schlesischen Krieg.


Vorgeschichte

Nach den Erfolgen Österreichs im parallel verlaufenden Österreichischen Erbfolgekrieg und dem Austritt Bayerns aus der antiösterreichischen Koalition,[1] wurde die Situation für Preußen schwierig. Die Quadrupelallianz zwischen Österreich, Großbritannien, den Niederlanden und Sachsen hatte die Wiedereroberung Schlesiens und Wegnahme einiger brandenburgischer Besitzungen, die zwischen Österreich und Sachsen geteilt werden sollten, zum Ziel. Erst nach den preußischen Siegen in den Schlachten von Soor und Kesselsdorf und der Besetzung Dresdens durch Leopold von Dessau entschloß sich Maria Teresia zum Friedensschluß.

Auch der preußische König Friedrich II. leitete bereits am 15. Dezember 1745 Friedensverhandlungen ein. Er verfügte nicht über ausreichende Mittel, einen neuen Feldzug zu finanzieren, und mußte ein russisches Eingreifen zugunsten Sachsens und Österreichs befürchten. König Georg II. von Großbritannien drängte ebenfalls auf einen Frieden, da er alle Hände voll zu tun hatte, des Aufruhrs der Jakobiten Herr zu werden, und auch Österreich war zum Abschluß geneigt, um sich mit aller Kraft gegen die Spanier und Franzosen in Italien und in den österreichischen Niederlanden wenden zu können.

Verhandlungen

Am 25. Dezember 1745 wurden dann die Verhandlungen in Dresden beendet und der Friedensvertrag unterzeichnet. Im Sinne des Vorfriedens von Breslau von 1742 bestätigte er Preußen den souveränen Besitz des geraubten Schlesiens. Der inzwischen zum Pseudo-Kaiser gewählte Ehemann Maria Teresias, Franz I., wurde von Friedrich II. anerkannt.

Für Sachsen war der Friedensschluß am Nachteiligsten. Es bezahlte eine Kriegsentschädigung von einer Million Taler an Preußen, mußte seine Zollstreitigkeiten mit Preußen zu seinen Ungunsten entscheiden lassen und hinnehmen, daß die gewaltsam ausgehobenen Sachsen in der preußischen Armee blieben, womit das Ende des Augusteischen Zeitalters in Sachsen datiert wird. Der Dresdner Friede wurde unter die Garantie Großbritanniens und des Reiches gestellt.

In Leipzig schuf Johann Sebastian Bach zum Festakt am Tag der Unterzeichnung, dem 25. Dezember 1745, die lateinische Weihnachtsmusik Gloria in excelsis Deo, zugleich mit der „Kleinen Doxologie“ BWV 191, weil auch Leipzig Ende November 1745 von den rechtswidrigen Preußen besetzt worden war. Der Leipziger Festakt fand in der dortigen Universitätskirche statt.

Verweise






Einzelnachweise

  1. Friede von Füssen, 22. April 1745