Friedrich III. der Friedfertige

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König Friedrich III.
  • * 21. September 1415 in Innsbruck
  • † 19. August 1493 in Linz
  • Deutscher König 1440 - 1493


Wahlspruch: Hic regit, ille tuetur.[1]


Friedrich III. war Deutscher König und Kaiser aus dem Hause Habsburg.


Wahl

Das Amt des Königs von Böhmen war bei dieser Wahl vakant, da König Albrecht II. gestorben war. Er hinterließ seine schwangere Frau Elisabeth von Luxemburg. Ihr Kind Ladislaus Postumus wurde einige Tage nach der Wahl geboren.

Wähler

  • Friedrich III., Herzog von Österreich (Habsburger), Römischer König
  • Dietrich Schenk von Erbach, Kurfürst und Erzbischof von Mainz
  • Jakob I. von Sierck, Kurfürst und Erzbischof von Trier
  • Dietrich II. von Moers, Kurfürst und Erzbischof von Köln
  • Ludwig IV., Pfalzgraf bei Rhein
  • Friedrich II., Kurfürst von Sachsen
  • Friedrich I. von Brandenburg

Devise

  • „Rerum irrecupabilium summa felicitas est oblivio“ - daher der Operettenschlager „Glücklich ist, wer vergißt, was nicht mehr zu ändern ist.“
  • A. E. I. O. U.: „Austriae est imperare orbi universo“[2] oder „Austria erit in orbe ultima.“[3]

Herrschaft

Friedrich III. war Albrechts Neffe zweiten Grades aus der leopoldinischen Linie (Herzog Leopold III. von Österreich war der Großonkel Albrechts II. und Großvater Friedrichs. Friedrich war also Vetter 2. Grades seines Vorgängers Albrecht.)

Friedrich III. herrschte 53 Jahre lang im Deutschen Reich. Damit herrschte kein König länger als er.

Friedrich war als Friedrich V. ab 1424 Herzog von Steiermark, Kärnten und Krain, ab 1439 Herzog von Österreich, ab 1440 römisch-deutscher König und ab 1452 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Friedrichs Herrschaftszeit ist die längste aller römisch-deutschen Herrscher. Unter ihm verschob sich der Herrschaftsmittelpunkt von Böhmen in die innerösterreichischen Erblande. Von 53 Herrschaftsjahren hielt sich Friedrich insgesamt nur neun Jahre außerhalb seiner Erblande auf. Von 1444 bis 1471 verließ er seine Erblande abgesehen von zwei Reisen nach Italien (1452 und 1468/69) überhaupt nicht.

Seit den 1470er Jahren wandte er sich verstärkt dem Reich im Westen zu. Durch die Anwartschaft Ungarns 1459/63 und insbesondere den Erwerb Burgunds sowie die Sicherung der Nachfolge für seinen Sohn Maximilian I. setzte Friedrich die Grundlage für den Aufstieg der Habsburger. Ihm gelang durch die Beerbung der Albertiner 1457/63 und der Tiroler Linie 1490 die Wiedervereinigung der seit 1379 geteilten Länder des Hauses Österreich.

Aus dem ausgeprägten Bewußtsein der Würde des Erzhauses kann man eine Vernachlässigung der Pflichten des Deutschen Königs und der Kaiserwürde konstruieren und mit Pierson behaupten, Friedrich hätte den Kaiserthron „verwahrlost“. Dies wäre jedoch verfehlt, da seine Politik der ruhigen Hand Segen für viele Generationen wirkte.

Die Stagnation des konziliaren Prozesses beendete er in Einvernehmen mit dem Papst und den Bischöfen, und im Wiener Konkordat legte er Bestimmungen über die Besetzung der Reichsbistümer fest, die bis 1806 in Geltung blieben. Zum Dank für seine Kirchenpolitik krönte ihn Papst Nikolaus V. am 19. März 1452 in Rom zum Kaiser. Dies war die letzte Kaiserkrönung in Rom. Gerade wegen seiner weisen und frommen Kirchenpolitik muß Friedrich III. als einer der beispielgebenden und erhabensten Könige der deutschen Geschichte betrachtet werden.

Ehe

Kinder

  1. 1454: n.
  2. 1455: Christoph († 1456)
  3. 1459: Kaiser Maximilian I. († 1519)
  4. 1460: Helena († 1462)
  5. 1465: Kunigunde († 1520)
  6. 1466: Johannes († 1467)

Verweise



Einzelnachweise

  1. (Die Weisheit) regiert, (das Schwert) beschützt..
  2. Alles Erdreich ist Österreich untertan.
  3. Österreich wird ewig bestehen.