Friedrich von Braunschweig

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  • Friedrich von Braunschweig und Lüneburg
  • * 1357/58
  • † 5. Juni 1400 bei Kleinenglis


Leben

Bei den Verhandlungen zur Königswahl Ende Mai 1400 in Frankfurt nominierte ihn sein Schwager Rudolf von Sachsen, aber Erzbischof Johann II. von Mainz favorisierte Ruprecht, den Pfalzgrafen bei Rhein. Es kam zum Streit, und Friedrich reiste in Unfrieden ab.

Auf dem Heimritt wurde er am 5. Juni 1400 bei dem Dorf Kleinenglis, wenige Kilometer südlich von Fritzlar vom Mainzer Oberamtmann in Hessen, dem Grafen Heinrich VII. von Waldeck, und dessen Kumpanen Friedrich von Hertingshausen und Konrad (Kunzmann) von Falkenberg ermordet. Am Tatort steht seit dem 15. Jahrhundert das sogenannte Kaiserkreuz von Kleinenglis.

König Ruprecht verpflichtete die Mörder am 3. Februar 1402 als Sühne zur Stiftung eines Altars mit ewiger Seelenmesse in der Stiftskirche St. Peter in Fritzlar.

Wahl

Die Kurfürsten waren mit Wenzels Amtsausübung als römisch-deutscher König unzufrieden und kamen zusammen, um Alternativen zu beraten. Friedrich wurde gegen den amtierenden Wenzel gewählt.

Die drei geistlichen Kurfürsten von Mainz, Trier und Köln sowie Wenzel selbst anerkannten die Wahl nicht. Sie war, da sie nur von einer Minderheit der Kurfürsten getragen wurde, rechtlich ungültig. Friedrich wurde zwei Wochen später, am 5. Juni 1400, ermordet.

Verweise