Frohes Volk, vergnügte Sachsen

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Verschollene Glückwunschkantate. Gemeinsam mit K. A 11 zum Namenstag von KF Friedrich August II.

Text des Werks

Teil Eins

Aria: Frohes Volk, vergnügte Sachsen

Frohes Volk, vergnügte Sachsen,
sehet Heil und Wonne wachsen,
sehet eure Wohlfart blüh'n.

Euer Glanz verdunkelt nimmer,
Zeit und Schicksal hat dem Schimmer
die Beständigkeit verliehn.

Recitativo

Beglücktes Land, was geht dir ab?
Sank dein August gleich in das Grab
zu deinem Leide nieder,
so lebt dein August doch noch wieder.
Die Tränenflut, das Angstgeschre,
so dich vorher erschreckt,
ist nun vorbei.
Denn heute dieser Tag August,
hat dir nun einen Regenbogen,
zum Zeichen ungestöhrter Lust,
untrüglich aufgesteckt,
und der Zufriedenheit die Pforten aufgetan.
Auf, und vergnüge dich daran.

Aria: Holder, angenehmer Schein

Holder, angenehmer Schein!
Deine Strahlen, deine Blicke
sind der Einfluß unserm Glücke.

Wie die Pflanzen und die Saaten
durch die Sonne wohl geraten,
und durch ihre Kraft gedeien,
so muß auch dein Wesen sein.

Recitativo: Durchlauchtigster August

Durchlauchtigster August,
du Selbst vergnüg' auch Dich
an Deines treuen Landes Lust,
und schau', wie Deine Untertanen
einander sich,
Dich zu verehren, anermahnen.
Doch Herr, die Ehrfurcht nicht allein,
die Liebe will das Hauptwerk sein.
Nicht darum zwar,
weil sie uns angebohren war,
nein, weil uns Dein Regieren
die Überzeugung täglich gibt,
daß Deine Huld das Land von Herzen liebt.
Und jeder, der Dir zugehört,
Und dein Gebot gehorsamst ehrt,
wird anders nichts als das im Munde führen:

Tutti: Wie ruhig, wie sicher

Wie ruhig, wie sicher ist unser Gedeien,
Augustus hat selber Sein eigenes Ohr.
Er nahet sich unser, er läßt sich das Quälen
der Klagenden selber geduldig erzählen,
vertilget der Bosheit verdammlich Geschlechte,
besorget, beschützet, befördert die Rechte
und ziehet der Redlichen Tugend empor.

Teil Zwei

Recitativo: Herr, uns'rer Nachbarn Neid

Herr, uns'rer Nachbarn Neid
ruft uns von allen Enden zu:
Hier thronet die Gerechtigkeit,
hier ist ihr rechtes Eigenthum.
Wo ist ein Fürst von solchem Ruhm,
wer ist so weise, so gerecht, so gütig als wie Du?

Aria: Schön und herrlich sproßt die Raute

Schön und herrlich sproßt die Raute
über Chur und Schwerter aus,

Kann es wohl der Hoffnung fehlen,
wenn wir so viel Reiser zählen?
Nein, ach nein, ein solch Gedeihen
hat kein Wanken nicht zu scheuen.

Recitativo: Beglücktes Land

Beglücktes Land, gepriesne Zeit!
Wenn Tugend, wenn die Frömmigkeit
den Szepter selber führen,
wie kann der Segen sich verlieren?
Auf die Gerechtigkeit
ist unser Regiment gebaut.
Schaut, Bürger, schaut,
die feste Sicherheit,
das ruhige Beschirmen,
wer will so eine Festung stürmen?

Aria: Labe dich, du fromme Schar

Labe dich, du fromme Schar,
nimm nur deine Treue wahr,
führ' ein unbesorgtes Leben.

Alles andre, was dir dient,
und wodurch dein Glücke grünt,
wird die Gott und August geben.

Recitativo: Der Herr, der Fürsten nimmt

Der Herr, der Fürsten nimmt und gibt,
und der Dich, großer August, liebt,
bestätige Dein Haus,
und rüste Dich auf allen Wegen
mit langem Leben, Heil und Segen,
mit Überfluß des Guten aus!
Dein teuerstes Gemahl, das Kleinod Österreichs,
Dein Chur-Prinz, Prinzen, Prinzessinnen,
die Himmel, Zeit und Glück im Schoße lieb gewinnen,
erquicken Sich in solchem Wohlergeh'n,
wie Palmen sonst an frischen Bächen stehn!

Tutti: Großer Erhalter

Großer Erhalter, der alles erschafft,
sende von oben die segnende Kraft,
segne den gütigen Vater des Landes,
förd're, was Klugheit und Vorsicht beschleußt,
schenke, was Hoffen und Wünschen verheißt,
kröne die Waffen mit freudigen Siegen,
gönne den Zeiten ein festes Vergnügen.


Verweise