Gehlen, Arnold

Aus Monarchieliga
Version vom 8. Mai 2018, 20:17 Uhr von Mm54 (Diskussion | Beiträge)

(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche
  • Arnold Karl Franz Gehlen
  • * 29. Januar 1904 in Leipzig
  • † 30. Januar 1976 in Hamburg


Arnold Gehlen war ein deutscher Philosoph.


Leben

Gehlen war ein Kritiker der Verwerfungen der modernen Welt. Er wurde von Adorno und Konsorten gemobbt.

Anthropologie

Nach Gehlen ist der Mensch ein „instinktentbundenes, antriebsüberschüssiges und weltoffenes Wesen“. Seine These vom Menschen als „Mängelwesen“ weist Anklänge an Johann Gottfried Herder und Friedrich Nietzsche auf. Gehlens Betonung der Stabilisierungsfunktion der Institutionen trug ihm den Ruf des Konservativismus ein.

Zitate

„Teuflisch ist, wer das Reich der Lüge aufrichtet und andere Menschen zwingt, in ihm zu leben. Das geht über die Demütigung der geistigen Abtrennung noch hinaus, dann wird das Reich der verkehrten Welt aufgerichtet, und der Antichrist trägt die Maske des Erlösers, wie auf Signorellis Fresco in Orvieto. Der Teufel ist nicht der Töter, er ist Diabolos, der Verleumder, ist der Gott, in dem die Lüge nicht Feigheit ist, wie im Menschen, sondern Herrschaft. Er verschüttet den letzten Ausweg der Verzweiflung, die Erkenntnis, er stiftet das Reich der Verrücktheit, denn es ist Wahnsinn, sich in der Lüge einzurichten.“

Bibliografie

  • Zur Theorie der Setzung und des setzungshaften Wissens bei Driesch. Leipzig 1927. Dissertation.
  • Reflexion über Gewohnheit. E. Reinicke, Leipzig 1927 Aus der Festschrift für Hans Driesch zum 60. Geburtstag
  • Wirklicher und Unwirklicher Geist. Univ.-Verlag v. Noske, Leipzig 1931.
  • Idealismus und Existentialphilosophie. Univ.-Verlag v. Noske, Leipzig 1933. Vortrag
  • Theorie der Willensfreiheit. Junker und Dünnhaupt, Berlin 1933
  • Deutschtum und Christentum bei Fichte. Junker und Dünnhaupt, Berlin 1935.
  • Der Staat und die Philosophie. Meiner, Leipzig 1935. Antrittsvorlesung an der Universität Leipzig
  • Der Mensch, seine Natur und seine Stellung in der Welt. Junker und Dünnhaupt, Berlin 1940. 3. Auflage. 1944. 4. Auflage. Athenäum-Verlag, Bonn 1950. 16. Auflage. AULA-Verlag, Wiebelsheim 2014.
  • A. Gehlen, Helmut Schelsky (Hrsg.): Soziologie. Eugen Diederichs, Düsseldorf 1955.
  • Urmensch und Spätkultur. Philosophische Ergebnisse und Aussagen. Athenäum, Bonn 1956
  • Die Seele im technischen Zeitalter. Sozialpsychologische Probleme in den industriellen Gesellschaft. Rowohlt, rde, Nr. 53, Reinbek 1957.
  • Zeit-Bilder. Zur Soziologie und Ästhetik der modernen Malerei. Athenäum, Frankfurt am Main 1960.
  • Anthropologische Forschung, Rowohlt, rde, Nr. 138, Reinbek 1961.
  • Studien zur Anthropologie und Soziologie. Luchterhand, Soziologische Texte, Band 17, Neuwied 1963. Durchgesehene und veränderte Auflage. 1971
  • Theorie der Willensfreiheit und frühe philosophische Schriften. Luchterhand, Neuwied 1965.
  • Moral und Hypermoral. Eine pluralistische Ethik, Athenäum, Frankfurt am Main 1969.
  • Einblicke. Klostermann, Frankfurt 1975.
  • Gesamtausgabe: Arnold Gehlen Gesamtausgabe. I-X. Verlag Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 1978. Es sind 10 Bände vorgesehen, von denen 7 bis 2004 erschienen sind. Herausgeber ist der Gehlen-Schüler Karl-Siegbert Rehberg.

Verweise