Gellert, Christian Fürchtegott

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Christian Fürchtegott Gellert war ein deutscher Dichter und Moralphilosoph der Aufklärung und galt zu Lebzeiten neben Christian Felix Weiße als meistgelesener deutscher Schriftsteller.


Leben

  • Seit 1745 hielt er in Leipzig Vorlesungen über Poesie, Beredsamkeit und Moral
  • 1751 wurde er zum außerordentlichen Professor für Philosophie ernannt und war seitdem als Hochschullehrer tätig
  • 1761 schlug er aus Sorge um seine Gesundheit einen ordentlichen Lehrstuhl für Philosophie aus
  • starb im Alter von 54 Jahren

Werke

Gellert begann mit der Publikation seiner literarischen Werke bereits während seiner Studienzeit. Einen Höhepunkt erreichte sein Schaffen in den Jahren 1740 bis 1750. Seine Werke – besonders seine Fabeln – zählten in der Übergangszeit zwischen Aufklärung, Empfindsamkeit und Sturm und Drang zu den meistgelesenen in Deutschland.

Durch seine breite Wirkung trug er zur Bildung eines allgemeinen Lesepublikums in Deutschland bei und ebnete so den Weg für die Dichter der folgenden Generationen. Seine Lustspiele brachten erstmals bürgerliche Figuren und deren Milieu auf die Bühnen; der Roman Leben der schwedischen Gräfin von G*** hatte die Ethik bürgerlicher Moral zum Gegenstand und war Wegbereiter des Romans in Deutschland.[3] Lessing lobte besonders den Stil seines Briefwechsels, Wieland erhob ihn zu seinem "Liebling“.

Neben zahlreichen Fabeln, die in zwei Bänden 1746 und 1748 erschienen, Erzählungen, Abhandlungen, Reden und Vorlesungen veröffentlichte er:

Werke

  • Die Betschwester (Lustspiel, 1745)
  • Das Los in der Lotterie (Lustspiel, 1746)
  • Die zärtlichen Schwestern (Lustspiel, 1747)
  • Das Leben der Schwedischen Gräfin von G*** (Roman, 2 Teile, 1747/48)
  • Die Biene und die Henne (Fabel, 1769)

Lieder

  • Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre (u. A. von Beethoven vertont)
  • Du bist’s, dem Ruhm und Ehre gebühret (von Joseph Haydn vertont)
  • Dies ist der Tag, den Gott gemacht (Weihnachtslied)
  • Herr, stärke mich, dein Leiden zu bedenken
  • Jesus lebt, mit ihm auch ich (Osterlied)
  • Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht
  • Mein erst Gefühl sei Preis und Dank
  • Gott ist mein Lied

Vertonungen

Trivia

Der 14-jährige Wolfgang Amadeus Mozart schrieb am 26. Januar 1770 an seine Schwester: "Neues weis ich nichts als das H: gelehrt, der poet zu leipzig gestorben ist, und dan nach seinen doth keine poesie mehr gemacht hat.“


Verweise