Gelobet sei der Herr, der Gott Israel

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Das Werk

Es handelt sich um eine Kantate von Johann Sebastian Bach zum Johannistag 1725. Die Musik ist verschollen. Text siehe Neumann S. 301, 434


Text des Werkes

Gelobet sei der Herr

Gelobet sei der Herr, der Gott Israel, denn er hat besucht und erlöst sein Volk.[1]

Rezitativ: Gottlob, die Tränen sind verstopfet

Gottlob, die Tränen sind verstopfet,
das Seufzen ist gestillt
das in dem alten Bunde
aus aller Frommen Herz und Munde
am Himmel angeklopfet.
Sein Wort hat Gott,
der treue Gott erfüllt,
da er den Heiland kommen ließ,
den er nach Adams Fall verhieß.
Es stellte sich vorher Johannes ein,
den Weg ihm zu bereiten,
so mußt' es auch nach Gottes Wahrheit sein.
Ach ja, auf seiner Seiten
darf auch kein Wörtchen nicht
leer auf die Erden fallen
Gott hält, was er verspricht,
und meint's gut mit uns allen,
ein jeder Tag erzählt uns neue Proben
wer wollte Gott nicht loben!

Choral: Lobt ihn mit Herz und Munde

Lobt ihn mit Herz und Munde,
welch’s er uns beides schenkt!
Das ist ein’ sel’ge Stunde,
darin man sein gedenkt.
Sonst verdirbt alle Zeit,
die wir zubring’n auf Erden,
wir sollen selig werden
und bleib’n in Ewigkeit.[2]

Rezitativ: Wir wollen Gott vertrauen

Wir wollen Gott vertrauen,
und felsenfest auf seine Wahrheit bauen,
scheint's manchmal zu verzieh'n,
was er verheißen hat,
deswegen ohne Sorgen,
was heute nicht, kömmt morgen.
Er weiß die Zeit und weiß auch Rat,
wann, wie und wo sein Segen uns soll blüh'n.
Auch sein Verzug ist lauter Huld,
inzwischen prüft er die Geduld.

Arie: Ich traue Gott, mir aber selber nicht

Ich traue Gott, mir aber selber nicht!

Mein eig'nes Herz kann mich und sich betrügen,
doch Gottes Wort in Ewigkeit nicht lügen,
das hält und steht, ob Erd und Himmel bricht.

Choral: Wer hofft in Gott und dem vertraut

Wer hofft in Gott und dem vertraut,
wird nimmermehr zu Schanden,
denn wer auf diesen Felsen baut,
ob ihm gleich geht zuhanden
viel Unfalls hie,
hab ich doch nie
den Menschen sehen fallen,
der sich verläßt auf Gottes Trost,
er hilft sein Gläub’gen allen.[3]

Rezitativ: Bleibt nur mein Jesus mein

Bleibt nur mein Jesus mein,
so werd' ich ein Johannes sein,
das ist in Gottes Gnade leben.
Und auch sein Wort ist hier das Siegel meiner Zuversicht,
ich will dafür ihm Preis und Ehre geben
mehr kann, mehr weiß ich nicht.

(Chorus): Amen, Lob und Ehre und Weisheit

Amen, Lob und Ehre und Weisheit und Dank und Kraft und Stärke sei unserm Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit.[4]

Verweise



Einzelnachweise

  1. Lukas 1, 68 (Lobgesang des Zacharias)
  2. Ludwig Helmbold "Von Gott will ich nicht lassen" Str. 5
  3. Lazarus Spengler "Durch Adams Fall ist ganz verderbt", Str. 7
  4. Offenbarung 7, 12