Gero I. der Große

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  • * um 900
  • † 20. Mai 965


Gero I. war seit 937 Markgraf der Sächsischen Ostmark.

Leben

Gero war ein Sohn des sächsischen Grafen Thietmar. Nach dem Tode seiner beiden Söhne Siegfrid und Gero gründete Gero das [[Gernrode (Sf.)|Damenstift St. Kyriakus]] in Gernrode, setzte seine Schwiegertochter Hedwig (Hathui) als Äbtissin ein und stattete es reichlich aus; nach einer Urkunde vom 25. März 964 hatte das Stift Besitz in 76 Ortschaften, Kirchen und Gütern.

Kurz vor seinem Tode unternahm Gero eine Pilgerfahrt nach Rom. Er starb im Jahre 965 und wurde in der Stiftskirche St. Kyriakus in Gernrode bestattet. Dem von ihm gegründeten Stift vermachte er seine Eigengüter.

Gero war vermutlich mit einer Frau namens Judith verheiratet. Seine Schwester Hidda war mit dem Markgrafen Christian von Serimunt vermählt, und deren Söhne Gero und Thietmar stifteten das Kloster Tankmarsfelde. Gero wurde Erzbischof von Köln, während Thietmar den Onkel als Markgraf von Meißen beerbte.

Markgraf der Ostmark

König Otto I. übertrug ihm bereits kurz nach seinem Regierungsantritt 936 die sächsische Ostmark. Dies führte zur Rebellion von Ottos älterem Halbbruder Thankmar, dem sein Vater Heinrich I. bereits das mütterliche Erbe vorenthalten hatte.

König Otto betraute Gero 939 mit der Kriegsführung gegen die Elbgermanen an der Elbe und unteren Saale. In harten Kämpfen unterwarf Gero die Heiden. Sein siegreicher Feldzug 962/63 gegen den Piasten-Herzog Miseko I. von Polen führte dazu, daß dieser die Oberhoheit des deutschen Königs anerkennen mußte. 963 besiegte Gero auch die Milzener und Lusizen in der späteren Lausitz.

Die sächsische Ostmark wurde nach seinem Tode in fünf Markgrafschaften aufgelöst. Es entstanden die Nordmark, die Mark Lausitz, die Mark Meißen, die Mark Zeitz und die Mark Merseburg.

Kinder mit der Gattin Judith

  • Söhne Siegfrid und Gero

Trivia

  • In Mildensee[1] steht ein Denkmal des Markgrafen Gero.
  • Gero ist das Vorbild für Gere aus dem Nibelungenlied

Verweise


Einzelnachweise

  1. Östlich von Dessau an der Autobahn.