Gott, gib dem König auserkor'n

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  • Versmaß: |: 8 - 7 :| 8 - 8 - 7


Links der Psalm in der Übersetzung von Martin Luther, rechts die auf dem Luther-Text basierende Psalm-Dichtung von Kornelius Becker.

Psalm nach Luther Psalmlied von Kornelius Becker
1 Des Salomo.
Gott, gib dein Gericht dem König

und deine Gerechtigkeit des Königs Sohne,

2 daß er dein Volk richte mit Gerechtigkeit

und deine Elenden rette.

1. Gott, gib dem König auserkor'n

Recht, dein Gericht zu halten.
Des Königs Sohn, so hoch geborn,
die Grechtigkeit laß walten,
daß er das Volk zu Gnaden bring
und seiner G'rechtigkeit geling',
den Elenden zu retten.

3 Laß die Berge den Frieden bringen unter das Volk

und die Hügel die Gerechtigkeit.

4 Er wird das elende Volk bei Recht erhalten

und den Armen helfen und die Lästerer zermalmen.

2. Auf Hügeln, Bergen weit und breit

laß deinen Frieden walten,
daß dein Volk bei Gerechtigkeit
und bei Recht werd' erhalten,
daß sie für dei'm Gericht bestehn
und mög' den Armen Hilf' geschehn,
den Lästerer zerschmeiße.

5 Man wird dich fürchten, solange die Sonne

und der Mond währt, von Kind zu Kindeskindern.

6 Er wird herabfahren wie der Regen auf die Aue,

wie die Tropfen, die das Land feuchten.

3. Solang der Mond scheint und die Sonn',

werden sich Leute finden,
die in der Furcht des Herren steh'n,
von Kind' zu Kindeskinden.
Die Kraft seins Wortes sich erzeigt,
gleichwie vom Tau das Land war feucht
und Ged'ons Fell vom Regen.[1]

7 Zu seinen Zeiten wird erblühen

der Gerechte und großer Friede,

bis daß der Mond nimmer sei.

8 Er wird herrschen von einem Meer

bis ans andere und von dem Strom an

bis zu der Welt Enden.

4. Das Recht wird steh'n in voller Blüt',

in unsers Königs Reiche,
unt'r ihm wird wachsen großer Fried',
so lang' der Mond wird leuchten,
sein Herrschaft geht von einem Meer
bis zu dem andern, streckt sich fern
bis an aller Welt Ende.

9 Vor ihm werden sich neigen die in der Wüste,

und seine Feinde werden Staub lecken.

10 Die Könige zu Tharsis und auf den Inseln

werden Geschenke bringen;

5. Die in der Wüsten wohnen fern,

werden sich für ihm neigen,
die Feinde sich zu ihm bekehr'n
und ihm groß Ehr' erzeigen.
Die König', wohnend an dem Meer
und in den Inseln, kommen her,
daß sie Geschenke bringen.

die Könige aus Reicharabien und Seba werden Gaben zuführen.

11 Alle Könige werden ihn anbeten;

alle Heiden werden ihm dienen.

6. Die Kön'g aus Reich Arabia

und die zu Saba wohnen
sind mit Geschenken alle da,
sie legen ihre Kronen
zu’n Füßen dieses Königs wert,
mit Anbeten er wird verehrt,
die Völker all' ihm dienen,

12 Denn er wird den Armen erretten, der da schreit,

und den Elenden, der keinen Helfer hat.

13 Er wird gnädig sein den Geringen und Armen,

und den Seelen der Armen wird er helfen.

7. Er hilft dem Armen aus der Not,

der zu ihm fleht und schreiet,
der Elend', der kein Helfer hat,
wird durch sein Gnad erfreuet,
sein Güte und Barmherzigkeit
waltet stets üb'r betrübte Leut,
er hilft der armen Seelen.

14 Er wird ihre Seele aus dem Trug und Frevel erlösen,

und ihr Blut wird teuer geachtet werden vor ihm.

8. Obgleich mit Trug und arger List

die Welt den Frommen stellet
und sie verfolgt zu aller Frist,
freut sich, wenn einer fället,
dennoch sie Gott nicht acht' gering,
ihr Blut für ihm ist köstlich Ding,
gar hoch und wert geschätzet.

15 Er wird leben,

und man wird ihm von Gold aus Reicharabien geben.

Und man wird immerdar für ihn beten;

täglich wird man ihn segnen.

9. Der Herr wird leben immerdar,

man wird ihm G'schenke bringen
von Gold aus Reich Arabia,
denen soll wohl gelingen,
die für ihm beten alle Zeit,
um seine groß' Barmherzigkeit
wird man ihn täglich loben.

16 Auf Erden, oben auf den Bergen,

wird das Getreide dick stehen;

seine Frucht wird rauschen wie der Libanon,

und sie werden grünen wie das Gras auf Erden.

10. Auf’m Land und auf der großen Höh',

desgleichen in den Auen,
steht das Getreide dick und schön,
daß man sein Lust dran schauet,
also das lieb' göttliche Wort
bringt reiche Frucht an allem Ort,
es ist sehr wohl geraten.

17 Sein Name wird ewiglich bleiben;

solange die Sonne währt,

wird sein Name auf die Nachkommen reichen,

und sie werden durch denselben gesegnet sein;

alle Heiden werden ihn preisen.

11. Ewiglich bleibt des Herren Nam',

so lang' die Sonn' wird währen,
sein Ehr' und Macht reichet fortan,
die Nachkommen ihn ehren,
durch ihn sie all' gesegnet sein,
darum den König in gemein
die Heiden alle rühmen.

18 Gelobet sei Gott der HERR, der Gott Israels,

der allein Wunder tut;

19 und gelobet sei sein herrlicher Name ewiglich;

und alle Lande müssen seiner Ehre voll werden!

Amen, amen.

12. Gelobt sei Gott und hoch gepreist,

der Herr der großen G'meine,
der Israel sein Macht beweist
und Wunder tut alleine.
Sein herrlich'n Namen loben wohl,
all' Land sind seiner Ehren voll,
sprecht fröhlich Amen, Amen.

20 Ein Ende haben die Gebete Davids, des Sohnes Isais.

Verweise

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Einzelnachweise

  1. Richter 6, 36: Zum Zeichen von Gottes Treue, feuchtet dieser Gideons Wolle auf der Tenne.