Gott, man lobt dich in der Still'

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  • Versmaß |: 7 - 7 :| 7 - 7 - 7


Links der Psalm in der Übersetzung von Martin Luther, rechts die auf dem Luther-Text basierende Psalm-Dichtung von Kornelius Becker.

Psalm nach Luther Psalmlied von Kornelius Becker
1 Ein Psalm Davids, ein Lied, vorzusingen.
2 Gott, man lobt dich in der Stille zu Zion, und dir bezahlt man Gelübde.


3 Du erhörst Gebet; darum kommt alles Fleisch zu dir.


4 Unsre Missetat drückt uns hart; du wollest unsre Sünden vergeben.

1. Gott, man lobt dich in der Still,

G'lübd man dir bezahlen will,
zu Zion am heilig'n Ort,
da wird unser G'bet erhört,
drum kommt alles Fleisch zu dir,
Sünde drückt uns für und für,
tu uns auf der Gnaden Tür.

5 Wohl dem, den du erwählst und zu dir lässest, daß er wohne in deinen Höfen;


der hat reichen Trost von deinem Hause, deinem heiligen Tempel.

2. Wohl dem, den du hast erwählt,

daß er wohn' in deinem Zelt,
in den Höfen deines Haus'
stets zu gehen ein und aus!
Hoch ist solcher Mensch geehrt,
dem die Gnade widerfährt,
daß man ihn dein' Willen lehrt,

6 Erhöre uns nach der wunderbaren Gerechtigkeit,


Gott, unser Heil, der du bist Zuversicht aller auf Erden und ferne am Meer;


7 der die Berge fest setzt in seiner Kraft und gerüstet ist mit Macht;

3. Gott, erhör' uns alle Zeit

nach der wundern G'rechtigkeit.
Unser Heil und Zuversicht
steht zu dir, verlaß uns nicht,
all'n zu Wasser und zu Land
deine Rüstung ist bekannt,
Berg' stehn fest durch deine Hand.

8 der du stillest das Brausen des Meers, das Brausen seiner Wellen und das Toben der Völker,


9 daß sich entsetzen, die an den Enden wohnen, vor deinen Zeichen.

4. Obgleich brausen noch so sehr

große Wellen auf dem Meer,
auch die Völker ingemein,
gar wütend und tobend sein,
stillet sie doch deine Macht,
welch's den Völkern Schrecken bracht,
die auf dein Wort haben acht.

Du machst fröhlich, was da webet, gegen Morgen und gegen Abend.


10 Du suchst das Land heim und wässerst es und machst es sehr reich. Gottes Brünnlein hat Wassers die Fülle. Du läßt ihr Getreide wohl geraten; denn also bauest du das Land.

5. All's was lebt und Odem hat,

machst du fröhlich früh und spat,
suchst das Land mit Segen heim,
Gottes Brünnlein wässern's fein,
daß die lieben Früchte stehn
auf dem Felde reich und schön
und wir unser Lust dran sehn.

11 Du tränkest seine Furchen und feuchtest sein Gepflügtes;


mit Regen machst du es weich und segnest sein Gewächs.

6. Durch dein reichemüde Hand

wird recht wohl gebaut das Land,
das Getreidig[1] wohl gerät,
wenn dein Segen drüber geht,
das Gepflügte suchst du heim,
Gibst ihm Reg'n und Sonnenschein,
daß es fruchtbarlich gedeih'.

12 Du krönst das Jahr mit deinem Gut, und deine Fußtapfen triefen von Fett.


13 Die Weiden in der Wüste sind auch fett, daß sie triefen, und die Hügel sind umher lustig.

7. Mit deim Gut krönst du das Jahr,

dein Fußstapfen triefen gar,
Berg und Tal sind fett und geil,
durch dein Seg'n zu unserm Heil,
schön geziert mit Laub und Gras.
Dein Segen füllt Scheun' uund Faß,
und währet ohn' Unterlaß.

14 Die Anger sind voll Schafe,


und die Auen stehen dick mit Korn, daß man jauchzet und singet.

8. Auf den Angern Schafe geh'n,

bei viel tausend fett und schön,
dick das Korn in Auen steht,
nach Wunsch alles wohl gerät,
ob solch deiner Gütigkeit,
jauchzt und singt man alle Zeit,
dir zu Lob in Ewigkeit.

Verweise


Einzelnachweise

  1. so in der Schütz GA