Häretischer Papst

Aus Monarchieliga
Wechseln zu: Navigation, Suche


Kann ein offensichtlicher Häretiker Papst sein?


Papst Innozenz II. (1198 - 1216)

  • Papst Innozenz II.: Einzig wegen einer Sünde gegen den Glauben kann Ich[1] von der Kirche gerichtet werden.

Hl. Antoninus von Florenz (1459)

  • Hl. Antoninus von Florenz: Wenn ein Papst zum Häretiker würde, würde er sich durch diesen Schritt und ohne daß ein Urteil nötig wäre, von der Kirche trennen. Ein von seinem Leib getrenntes Haupt kann, solange es getrennt ist, nicht das Haupt dieses Leibes sein.

Ein Papst, der sich von der Kirche durch Häresie trennt, wäre allein durch diese Tatsache nicht mehr Haupt der Kirche. Er kann kein Häretiker sein und Papst bleiben, denn wenn er außerhalb der Kirche steht, kann er nicht die Schlüssel der Kirche besitzen.[2]

Tomas von Aquin

  • hl. Tomas von Aquin: Die rechtliche Gewalt bleibt nicht unbeweglich haften, weshalb sie in den Schismatikern und Häretikern nicht bleibt. Deshalb können sie weder absolvieren, noch exkommunizieren, noch Ablässe gewähren oder irgend etwas derartiges tun, und wenn sie es doch tun, ist nichts geschehen.
  • Häretiker verlieren prinzipiell und ausnahmslos Ihre Jurisdiktionsgewalt.

hl. Robert Bellarmin

hl. Robert Bellarmin: Ein offensichtlicher Häretiker kann nicht Papst sein, hört von selbst auf, Papst und Oberhaupt zu sein, wie er auch von selbst aufhört, Christ und Mitglied der Kirche zu sein, deshalb kann ihn die Kirche richten und strafen. Das ist die Ansicht aller alten Väter.[3]

hl. Alfons Maria von Liguori

Hl. Alfons Maria von Liguori:

  • Ein Häretischer Papst kann gar nicht mehr abgesetzt werden, weil er sein Amt bereits verloren hat.
  • Es ist außer Zweifel, daß, wäre ein Papst ein offensichtlicher Häretiker - z.B. wenn er öffentlich eine dem göttlichen Glauben entgegengesetzte Lehre verkünden würde -, dieser nicht von einem Konzil abgesetzt werden könnte, sondern als Häretiker seines Pontifikats verlustig gegangen erklärt würde.

Prof. Eduard Eichmann

  • Der Primat wird erledigt durch dauernde Geisteskrankheit und notorische formale, private Häresie des Papstes.[4]

Johann Baptist Heinrich

  • Johann Baptist Heinrich: Beim unfehlbaren Lehramt der Kirche ist jeder Glaubensirrtum absolut ausgeschlossen.

Leonhard Scheffczyk

  • Leonhard Scheffczyk: Die Möglichkeit einer persönlichen, offenkundigen Häresie des Papstes zugegeben, schließt die katholische Lehre aufgrund des sichtbar-sakramentalen Kirchenverständnisses, daß der betreffende Amtsinhaber seiner Kirchengliedschaft verlustig geht und damit sowohl das Amt wie auch das Amtscharisma verliert.

Matthias Josef Scheeben

Papst Pius IX.

Papst Pius IX. hat approbiert: Rom wird seinen Glauben verlieren und der Sitz des Antichristen werden.

Verweise


Einzelnachweise

  1. er redet als Papst
  2. Summa Theologica, cited in Actes de Vatican I. V. Frond pub.
  3. hl. Robert Bellarmin: De Romano Pontifice II, 30
  4. Lehrbuch des Kirchenrechts, 4. Aufl. 1934