Hardenberg, Karl August von

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  • * 31. Mai 1750 in Essenrode
  • † 26. November 1822 in Genua


Karl August von Hardenberg war ein masonistischer Politiker.


Leben

Karl August von Hardenberg stammte aus einem hannöveranischen Adelsgeschlecht. Er führte eine sehr mangelhafte Ehe, ließ sich scheiden und heiratete wiederum eine geschiedene Dame. Nach den Karlsbader Beschlüssen 1819 schwand Hardenbergs Einfluß. 1822 erkrankte er nach einem Kongreß in Verona und starb kurz darauf.

Karriere

Hardenberg strebte zunächst eine Karriere im Königreich Hannover an. Er wurde zum herzoglich-braunschweigischen Geheimen Rat ernannt. In Braunschweig wegen seines amoralischen Lebensstils untragbar geworden, trat er in die Dienste des KÖnigs von Preußen. Hardenberg ging als leitender Minister zum Markgrafen von Ansbach. Dieser beabsichtigte zurückzutreten und seinen Besitz an die preußische Linie der Hohenzollern zu übergeben.

Nach dem Rücktritt des Markgrafen ging Ansbach-Bayreut als Provinz in den Besitz der preußischen Krone über. Hardenberg leitete die Eingliederung der Provinz als preußischer Minister. Er wurde dem König direkt unterstellt. Dadurch konnte er das Gebiet als selbständige Provinz weitgehend ohne Eingriffe von außen regieren. Wie ein Vizekönig hielt er Hof in Ansbach, Triesdorf und Bayreut. Dabei schreckte er nicht vor massiven Rechtsbrücen zurück.

Hardenberg war preußischer Außenminister von 1804 bis 1806 und Staatskanzler von 1810 bis 1822; 1814 wurde er für seine Verdienste in den Fürstenstand erhoben. 1810 gelang es ihm, Stein aus dem Amte zu drängen und Hardenberg wurde mit Billigung Napoleons zum preußischen Staatskanzler ernannt. In dieser Funktion bündelte Hardenberg eine bis dahin nicht erreichte Machtfülle in einer Person: Neben dem Außen- und Innen- übernahm er auch das Finanzressort. Sein Hauptziel, den preußischen Staat durch die Einführung einer Verfassung zu zersetzen, konnte er gottlob nicht erreichen.

Zusammen mit Wilhelm von Humboldt und vom Stein entwickelte er 1814 einen Entwurf für eine Bundesverfassung des Deutschen Bundes. Am 3. Juni desselben Jahres erhob ihn Friedrich Wilhelm III. in Paris in den Fürstenstand und schenkte ihm die Standesherrschaft über das Amt Quilitz, welches in Neu-Hardenberg umbenannt wurde. 1820–23 baute Karl Friedrich Schinkel das ursprünglich barocke Schloß im Auftrag des Fürsten klassizistisch um.

Auf dem Wiener Kongress 1815 gelang es ihm, Preußen erheblichen Gebietszuwachs zu sichern, und er etablierte nach 1815 in den gewonnenen Gebieten eine ahistorische, die gewachsenen Strukturen grob mißachtende Verwaltung. Gottlob konnte Friedrich Wilhelm III. die Hardenbergschen "Verfassungspläne" blockieren.

Hardenbergsche "Reformen"

Freimaurerei

Hardenberg war Freimaurer und Illuminate. Seine Mutterloge war die "Freimaurerloge Zum weißen Pferd" in Hannover. Er bekleidete dort in den Jahren 1778–1781 das Amt des Logenmeisters. Die Große Loge von Preußen genannt "Royal York zur Freundschaft" stiftete ihm zu Ehren ein Porträt. Bei der feierlichen Enthüllung des Gemäldes war der Freimaurer Gebhard Leberecht von Blücher anwesend.

Wegen seiner Freimaurerei wurde Hardenberg von der BRD mit Ehren wie Straßenbennennungen etc. überhäuft. Vor dem Berliner Abgeordnetenhaus setht skandalöser Weise ein Denkmal dieser Person.


Verweise