Hasse, Johann Adolf

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Johann Adolf Hasse war einer der bedeutendsten deutschen Komponist des Spätbarock.


Leben

Johann Adolph Hasse stammte aus einer Organistenfamilie aus Bergedorf bei Hamburg. Zunächst studierte er Gesang, sodann Komposition in Italien. 1730 heiratete Hasse die Sängerin Faustina Bordoni. Vom 7. Juli bis 8. Oktober 1731 gaben beide ein Gastspiel in Dresden, wo Hasse am 13. September 1731 seine Oper Cleofide uraufführte. Unter den Zuhörern waren auch Johann Sebastian Bach und dessen ältester Sohn Wilhelm Friedemann, die auch in späteren Jahren des öfteren die Dresdner Hofoper besuchten, um „hübsche Liederchen“ zu hören, wie der Tomaskantor Hasses Arien spöttisch nannte. König August der Starke verlieh Hasse den Titel eines „Königlich Polnischen und Kurfürstlich Sächsischen Kapellmeisters“. Diesen Titel führte auch J. S. Bach. Sein offizieller Dienstantritt fand am 1. Dezember 1733 unter dem neuen Herrscher August III. statt; bis dahin reisten Hasse und Faustina Bordoni weiterhin durch Italien und mehrten ihren Ruhm mit gemeinsamen Opernauftritten.

Erfolge und Rivalitäten

In seiner dreißigjährigen Amtszeit als Hofkapellmeister in Dresden formte Hasse das dortige Opernpersonal zu einem der Spitzenensembles der Zeit. Neben den Sängern mit Faustina Bordoni an der Spitze galt das von ihm neu organisierte Orchester als vorbildlich. Hasse durfte viele Auslandsreisen unternehmen, so nach Italien und nach England.

Siebenjähriger Krieg

Im Siebenjährigen Krieges musizierte der Preußenkönig, mit dem Ehepaar Hasse. Undankbarer Weise vernichtete er das Haus der Hasses mitsamt dem Notenarchiv. Die Hasses entfernten sich nach Wien. Ihre Dresdener Karriere war zu Ende. Über Wien wandten sich die Hasses nach Venedig.

Verweise