Heller, Eberhard

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  • * 7. Juni 1942 in Nümbrecht


Eberhard Heller ist Herausgeber der Zeitschrift "Einsicht".


Leben

Heller besuchte das Gymnasium in Hilders/Rhön und die Rabanus-Maurus-Schule in Fulda. Nach dem Militärdienst an den Standorten Amberg und Hamburg erfolgte die Ernennung zum Leutnant am 4. März 1963.

Im Mai 1964 wurde er an der philosophischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München zum Studium der Philosophie, Archäologie, Kunstgeschichte und Soziologie immatrikuliert. Am 25. Februar 1974 wurde er mit einer Dissertation über Johann Gottlieb Fichtes Interpersonalitätstheorie zum Dr. phil. promoviert. Heller lebt in der oberbayerischen Gemeinde Egling.

Wirken

Ab Mai 1974 war Heller zunächst wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Fr. Hr. Jacobi-Ausgabe, ab dem 1. Oktober 1976 Mitarbeiter und Mitherausgeber der von der Deutschen-Forschungs-Gemeinschaft geförderten K. L. Reinhold-Korrespondenz-Ausgabe der Österreichischen Akademie der Wissenschaften / Wien. Heller schied im Herbst 1984 zwar als wissenschaftlicher Mitarbeiter aus, blieb aber Mitherausgeber der Ausgabe. Vom Januar 1988 bis 2005 war er als technischer Redakteur und Lektor bei verschiedenen Münchner Firmen tätig. Im Juni 2005 schied Heller aus dem aktiven Berufsleben aus.

Neben seiner beruflichen Tätigkeit ist Heller seit 1975 Vorsitzender des Freundeskreises der "Una Voce e.V.", München und Redakteur der vom Freundeskreis herausgegebenen Zeitschrift EINSICHT, die sich auf dem Fundament des Depositum fidei kritisch mit den Bestimmungen des II. Vatikanums und den durch es eingeleiteten Reformen auseinandersetzt.

Der Freundeskreis der Una Voce e.V. wurde 1966 in München zur Bewahrung des kath. Glaubens und zur theologischen Analyse des nach-konziliaren Prozesses gegründet, als sich immer klarer herausstellte, daß die durch die Beschlüsse des II. Vatikanums eingeleiteten Reformen in Wahrheit als Revolution zu bewerten sind mit dem Ziel, die durch Christus geoffenbarte Heilswahrheit zu verändern und die Kirche ihres absoluten Charakters als Heilsinstitution zu berauben. In der EINSICHT erschienen von Heller zahlreiche Artikel zu religions-philosophischen Problemen und zu aktuellen kirchlichen Fragen. Heller war zeitweise Landes-Vorsitzender der Deutschen Zentrums-Partei. Als solcher nahm er auch an der Europa-Wahl 1989 teil.

Einsicht

Eberhard Heller ist Herausgeber der Zeitschrift "Einsicht" des Freundeskreises der Una Voce - Gruppe München. [1]

Kritik

Die "Einsicht" wurde aus sedisvakantistischer Sicht über Jahre zu Recht kritisiert. Benannt wurden das intransigente Lob für Figuren wie Kant und Fichte, die teils persönlich, teil in ihrer Philosophie von der Kirche verurteilt sind.[2]

Als weitere Kritikpunkte wurden genannt:

  1. Präsentation Hellers als einzigen Verteidiger der Katholischen Kirche
  2. Verdrängung der katholischen "Philosophia perennis" durch die verderbliche "Aufklärungsphilosophie"
  3. Planmäßige Vergrößerung des organisatorischen Chaos unter den verbliebenen Katholiken und Verhinderung der Wahl eines neuen gültigen Papstes unter geschickter Erweckung des gegenteiligen Anscheins.
  4. Schüren von Resignation und Defätismus
  5. heimlicher Ökumenismus
  6. heimliches Judaisieren
  7. Unterlassung von notwenidger Aufklärung
  8. Schüten von Streit und Parteiungen
  9. Förderung von Unterwanderung des Sedisvakantismus.

Literatur

  • Johannes Rothkranz: Falsche Brüder - Wie Marranen und andere Judaisierer den rest der wahren katholischen Kirche sabotieren.

Verweise


Einzelnachweise

  1. Nicht zu verwechseln mit "Una voce" Liturgische Vereinigung.
  2. Ein Beispiel: Der Priester Georg Hermes dachte in den Bahnen seiner Zeitgenossen Kant und Fichte weiter und huldigte schließlich dem radikalen, allerdings nach außen hin nicht offen erklärten Atheismus ("Hermesianismus": Der absolute Zweifel ist Ausgangspunkt jeder Wissenschaft → Lebewohl, Offenbarung!); Papst Gregor XVI. verurteilte 1835 das hermesianische System (DS 2738 - 2740) und setzte mehrere Bücher von Hermes auf den Index.