Hermsdorf (Bln.)

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S-Bahnhof Hermsdorf im Winter


Hermsdorf ist ein Ortsteil im Norden Berlins.


Lage

Hermsdorf liegt im Norden Berlins an der F 96 und am Tegeler Fließ.


Geschichte

Hermsdorf entstand um 1100 als Sackgassendorf. Die deutschen Bewohner errichteten umgehend eine massive Kirche. Im Landbuch Karls IV. wurden fünf Höfe erwähnt mit dem Hinweis, daß sie keine Hufen haben, sondern nur Äcker. Erstmals 1450 werden 16 Hufen gezählt, von denen aber zwei Hufen wüst sind. 1541 wird ein Pfarrer genannt, der die Gemeinde von Dalldorf aus betreut.

Hermsdorf ging 1349 im Rahmen der Umformung zu einem Gut an Ritter Busse Milow, von 1585 bis 1694 an die von Götze zu Rosenthal. Um 1585 errichtete diese Familie einen Rittersitz, der um 1640 im Dreißigjährigen Krieg zerstört wurde.

Im Jahr 1865 wurde eine Postagentur eingerichtet. 1898 wurde eine Solequelle entdeckt, die allerdings zehn Jahre später bereits wieder versiegte.

Eine ebenerdige Haltestelle der Berliner Nordbahn wurde 1877 eröffnet, deren Gleise zwischen 1909 und 1910 auf den heutigen Bahndamm hochgelegt wurden. Am heutigen Bahnhof Hermsdorf, der 1913 eingeweiht wurde, halten die Züge der elektrischen S-Bahn seit 1925.

Im Jahr 1907 wurden ein Gas- und ein Wasserwerk errichtet, 1914 wurde die Feuerwache eingeweiht. 1920 wurde Hermsdorf nach Groß-Berlin eingemeindet und das Dominikus-Krankenhaus eingeweiht.


Verweise