Herr, der du vormals gnädig warst

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  • Versmaß: |: 8 - 7 : | 8 - 8 - 7


Links der Psalm in der Übersetzung von Martin Luther, rechts die auf dem Luther-Text basierende Psalm-Dichtung von Kornelius Becker.

Psalm nach Luther Psalmlied von Kornelius Becker
1 Ein Psalm der Kinder Korah, vorzusingen.
2 HERR, der du bist vormals gnädig gewesen deinem Lande

und hast die Gefangenen Jakobs erlöst;
3 der du die Missetat vormals vergeben hast deinem Volk
und alle ihre Sünde bedeckt

1. Herr, der du vormals gnädig warst

deinem erwählten Lande
und die G'fangnen erlöset hast,
das Volk aus Jakobs Stamme,
der du vergeben hast aus Gnad'
deinem Volk seine Missetat
und ihre Sünd bedecket.

4 der du vormals hast allen deinen Zorn aufgehoben

und dich gewendet von dem Grimm deines Zorns:
5 tröste uns, Gott, unser Heiland,
und laß ab von deiner Ungnade über uns!

2. Du, treuer Gott, hast ja vorhinv

allen Zorn aufgehaben
und dich gewend't von deinem Grimm,
daß er uns nicht mög' schaden.
Tröst' uns, Gott, unser Heiland treu,
laß ab vom Zorn und mach uns frei,
die Ungnad' von uns wende.

6 Willst du denn ewiglich über uns zürnen

und deinen Zorn gehen lassen für und für?
7 Willst du uns denn nicht wieder erquicken,
daß sich dein Volk über dich freuen möge?

3. Willt du denn zürnen immerdar

mit uns ohn' alle Maßen
und deinen Grimm so ganz und gar
über dein Volk auslassen?
Soll denn ohn' Gnad' gehn dein Gericht,
und du willt uns erquicken nicht,
daß dein Volk werd erfreuet?

8 HERR, erzeige uns deine Gnade und hilf uns!

9 Ach, daß ich hören sollte, was Gott der HERR redet;
daß er Frieden zusagte seinem Volk und seinen Heiligen,
auf daß sie nicht auf eine Torheit geraten!

4. Herr Gott, dein Gnad' erzeig uns wohl

und hilf uns aus den Nöten!
Ach, daß ich einmal hören sollt',
daß Gott der Herre redet,
daß er sei'm Volk zusagte Fried',
damit doch seine Heil'gen nit
auf ein Torheit geraten.

10 Doch ist ja seine Hilfe nahe

denen, die ihn fürchten,
daß in unserm Lande Ehre wohne;
11 daß Güte und Treue einander begegnen,
Gerechtigkeit und Friede sich küssen;

5. Dennoch ist nah sein hilfreich Hand

allen, die ihm vertrauen,
die Ehre wohnt in unserm Land,
das wollen wir noch schauen.
Die Güt' der Treu' begegnen muß,
der selig' Fried' wird mit ei'm Kuß
Gerechtigkeit umfangen.

12 daß Treue auf der Erde wachse

und Gerechtigkeit vom Himmel schaue;
13 daß uns auch der HERR Gutes tue
und unser Land sein Gewächs gebe;
14 daß Gerechtigkeit weiter vor ihm bleibe und im Schwange gehe.

6. Vom Himmel schau Gerechtigkeit,

auf Erden wachs' die Treue,
daß uns der Herr genädig sei,
das Land mit G'wächs erfreue,
damit dennoch Gerechtigkeit
für ihm mög' bleiben allezeit
und geh'n im Schwang auf Erden.


Verweise