Herrscher des Himmels, König der Ehren

Aus Monarchieliga
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  • BWV A 193
  • BC B 9


Das Werk

Dies ist eine Ratswahlkantate von J. S. Bach, deren Schlußchor dem Satz BWV 208.15 entspricht.


Text des Werks

Coro: Herrscher des Himmels, König der Ehren

Herrscher des Himmels, König der Ehren,
schaue dein Zion gnädiglich an.

Öffne den Himmel, neige dein Ohr,
unser Verlangen steiget empor,
unser Vertrauen wollest du mehren.

Recitativo: Gott, welcher selbst Regenten setzt

Gott, welcher selbst Regenten setzt,
Gott, der vor gläubige Gemeinen wachet,
Gott, welcher Glück und Friede machet,
legt selbst den Trieb in unser Brust,
da unsrer teuren Väter Leben,
ihr Rat und Weisheit uns ergötzt,
daß wir ihm Preis und Ehre geben,
daß wir in heil'ger Lust
uns über dieses Wohl erfreuen,
und vor die künft'ge Zeit
mit Beten neuen Weihrauch streuen.

Aria: Gerechte müssen wie Palmen

Gerechte müßen wie Palmen,
wie Zedern stehn.

So muß es denen Vätern gehn,
die uns mit Licht und Recht regieren.
so lässet sich vor uns ein Schutz und Schatten spüren.

Recitativo: Gesegnete, beglückte Stadt

Gesegnete, beglückte Stadt,
die so ein Heiligtum in ihren Mauern hat.
Die Cherubinen schützen dort
die Lade, wo das hohe Wort
der göttlichen Gesetze lage.
Was aber schützt dein Heiligtum,
wer sorgt vor Gottes Dienst und Ruhm
als die gepriesenen Regenten?
Ja, wenn die Herzen selbst zum Dank und Opfer brennen,
doch wär es nicht genug an diesem Freudentage.

Aria: Danke Gott, daß er in Segen

Danke Gott, daß er in Segen
deine Häuser dir erhält,
daß der Gnadentau und -regen
alle Morgen auf dich fällt.
Wenn viel andre klagen müssen,
kann sich die Gerechtigkeit
und der Friede bei dir küssen,
o erwünschte Segenszeit!

Recitativo: So senke doch, o Höchster

So senke doch, o Höchster, Geist und Kraft
auf diese hohen Stufen,
daß Deiner Gaben Überfluß
sich als ein Strohm ergießen muß,
und stärke diese heil'gen Hände! Ach, höre doch wie wir
o Gott zu dir
in Andacht rufen:

Coro: Es falle jetzt auf uns

Es falle jetzt auf uns dein himmliches Feuer,
und zünde das Opfer der Dankbarkeit an,
die treuesten Wünsche sind vor dir zu schlecht,
doch wilst du die Seelen
zum Opfer erwählen,
so mache sie selber gefällig und recht,
und öfne der Andacht die heilige Bahn.


Verweise