Bayern (Hz.)

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Bayern ist ein deutsches Herzogtum im Südosten des Imperiums. Auch ganz Österreich und die Regionen südlich davon gehören zum Herzogtum Bayern.


Antike

Zur Zeit des Kaisers Augustus wurde das keltisch besiedelte Gebiet Bayerns südlich der Donau Teil der Provinz Raetia des Römischen Reiches. Nach dem Zusammenbruch der römischen Herrschaft bildete sich aus den aus dem Norden eingedrungenen Germanen und vereinzelt bereits ansässigen romanisierten Kelten[1] über Jahrhunderte hinweg der Stamm der Baiern. Die Bevölkerung assimilierte sich in einem Jahrhunderte währenden Prozess; Orts-, Flur- und Gewässernamen wie Walchensee künden noch heute von der vormals keltischen Besiedelung.

Beginn des Herzogtums

Seit 555 ist die Existenz eines bayerischen Stammesherzogtums belegt, das unter den Merowingern Teil des fränkischen Herrschaftsbereichs wurde. Der Sieg Karls des Großen über Bayernherzog Tassilo III. im Jahr 788 markiert das Ende des "älteren Stammesherzogtums". Der Niedergang der Karolinger ermöglichte ein Wiederaufleben der Eigenständigkeit der bayerischen Herzöge im "jüngeren Stammesherzogtum". Der Streit mit den Ottonen führte zur Eingliederung ins deutsche Königreich: 976 wurde Herzog Heinrich II. der Zänker von seinem Vetter, dem deutschen König und Kaiser Otto II., nach einem gescheiterten Aufstand abgesetzt; Bayern verlor durch die Errichtung des Amtsherzogtums Kärnten mit seinen italienischen Marken – fast die Hälfte seines Territoriums.

Im Deutschen Reich

Ab 1070 kam es unter den Welfen zu einem kurzzeitigen Wiedererstarken der Macht der bayerischen Herzöge, bis der Streit zwischen dem Welfen-Herzog Heinrich dem Löwen und dem deutschen König Friedrich Barbarossa aus dem Geschlecht der Staufer 1180 mit dem Sturz Heinrichs endete: Weite Teile der ehemaligen marcha orientalis bzw. Ostarrîchis – zu einem erheblichen Teil das Gebiet des heutigen Österreichs – wurde von Bayern abgetrennt, das Herzogtum Steiermark wurde errichtet, das restliche Bayern erhielt der bisherige Pfalzgraf Otto I. aus dem Geschlecht der Wittelsbacher als neuer Herzog verliehen. Damit endete auch die Geschichte des "jüngere Stammesherzogtums".

Wittelsbacher

Von 1180 bis 1918 wurde Bayern als Territorialherzogtum von den Wittelsbachern regiert. In dieser Zeit erlebte Bayern eine Periode zahlreicher Teilungen in Einzelherzogtümer, die erst durch das Primogeniturgesetz von 1506 ein Ende fanden. In der Gegenreformation nahm Bayern eine führende Stellung ein und ging aus dem Dreißigjährigen Krieg mit Gebietsgewinnen und 1623 mit dem Aufstieg zum Kurfürstentum hervor. Während des Spanischen und des Österreichischen Erbfolgekrieges wurde das absolutistisch regierte Bayern jeweils von Österreich vorübergehend besetzt.

Verweise





Einzelnachweise

  1. Boier