Ich bete an die Macht der Liebe

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Für dich sei ganz mein Herz und Leben


1. Für dich sei ganz mein Herz und Leben,
mein süßer Gott und all mein Gut,
für dich hast du mir’s nur gegeben,
in dir es nur und selig ruht.
Hersteller meines schweren Falles,
für dich sei ewig Herz und alles.


2. Ich liebt und lebte recht im Zwange,
wie ich mir lebte ohne dich,
ich wollte dich nicht, ach so lange,
doch liebtest du und suchtest mich,
mich böses Kind aus bösem Samen
im hohen holden Jesusnamen.


3. Des Vaterherzens tiefste Triebe,
in diesem Namen öffnen sich,
ein Brunn der Freude, Fried und Liebe,
quillt nun so nah, so mildiglich,
mein Gott, wenns doch der Sünder wüßte,
sein Herz alsbald dich lieben müßte.


4. Ich bete an die Macht der Liebe,
die sich in Jesus offenbart;
ich geb mich hin dem freien Triebe
wodurch ich Wurm geliebet ward;
ich will, anstatt an mich zu denken,
ins Meer der Liebe mich versenken.


5. Wie bist du mir so zart gewogen,
und wie verlangt dein Herz nach mir!
Durch Liebe sanft und tief gezogen,
neigt sich mein alles auch zu dir.
Du traute Liebe, gutes Wesen,
du hast mich und ich dich erlesen.


6. Ich fühls, du bists, ich muß dich haben,
ich fühls, ich muß für dich nur sein.
Nicht im Geschöpf, nicht in den Gaben,
mein Ruhplatz ist in dir allein.
Hier ist die Ruh, hier ist Vergnügen,
drum folg ich deinen selgen Zügen.


7. Ehr' sei dem hohen Jesusnamen,
in dem der Liebe Quell entspringt,
von dem hier alle Bächlein kamen,
aus dem die selge Schar dort trinkt,
Wie beugen sie sich ohne Ende,
wie falten sie die frohen Hände.


8. O Jesu, daß dein Name bliebe
im Grunde tief gedrücket ein!
Möcht deine süße Jesusliebe
in Herz und Sinn gepräget sein!
In Wort und Werk und allem Wesen
sei Jesus und sonst nichts zu lesen.


Verweise