Ich bin ein Pilgrim auf der Welt

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  • BWV A I 190



Das Werk

Der Schlußteil der Kantate zum Ostermontag 1729 ist im Partiturautograph zu BWV 120a. Schlußchoral ist BWV 342.

Ich bin ein Pilgrim auf der Welt

Ich bin ein Pilgrim auf der Welt,
ich sehe sie nur in dem Gange.[1]
Drum hab ich meinen Stab stets weiter fortgestellt,
daß ich die Heimat bald erlange.
Hier find ich Kreuz und Not,
verderbter Wollust Überfluß
und nach dem herrlichsten Genuß
folgt endlich auch der bittre Tod.

Aria: Lebe wohl, du Sündenwüste

Lebe wohl, du Sündenwüste,
gute Nacht, du Marterhaus!

Ich und Du sind gut zu scheiden,
ich verlasse dich mit Freuden,
und du treibest mich hinaus.

Recitativo: Was sollt ich mich noch lange sehnen

Was sollt' ich mich noch lange sehnen
mit Seufzen oder Tränen,
mich von der Welt zu schmäh'n,
und nur mit Hertzeleid
der Erden Eitelkeit
noch länger anzusehn?
Und hätt ich, schnöde Welt,
gleich alles, was dir wohl gefällt,
so wäre doch mein Bleibens nicht dahier,
denn Jesus ist ja nicht bei dir.

Aria: Wenn ich nicht soll Jesum haben

Wenn ich nicht soll Jesum haben,
kann mich keine Freude laben,
welche sonst die Welt erquickt.

Jesus ist mir unter allen,
was der Seelen kann gefallen,
was das Hertz allein entzückt.[2]

Recitativo: Bei Jesu bin ich auch nicht fremde

Bei Jesu bin ich auch nicht fremde,
er ist mit mir, und ich mit ihm bekannt,
und bei ihm ist mein Vaterland.
Er ruft und bietet mir dazu die Hand,
ach läg ich heute schon in meinem Sterbehemde!

Choral: O süßer Herre Jesu Christ

O süßer Herre Jesu Christ,
der du der Sünder Heiland bist etc.[3]

Verweise




Einzelnachweise

  1. d.h. als "Passant"
  2. d.h. "dasjenige, was …"
  3. Hier könnte die erste Strophe des Liedes von Michael Weiße "O süßer Herre Jesu Christ" gemeint sein.