Ich dank' dir, lieber Herre

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Das Morgenlied im Werk J. S. Bach's

  • Ich dank dir, lieber Herre. Zwei vierstimmige Choralgesänge BWV 347 und 348
  • Den Glauben mir verleihe. Schlußchoral der Kantate 37
  • Dein Wort laß mich bekennen. Schlußchoral der Kantate 147a

Text der Hymne

1. Ich dank dir, lieber Herre,
daß du mich hast bewahrt,
in dieser Nachtsgefährde
darin ich lag so hart
mit Finsternis umfangen,
dazu in großer Not,
daraus ich bin entgangen,
halfst du mir, Herre Gott!


2. Mit Dank will ich dich loben,
o du mein Gott und Herr,
im Himmel hoch dort oben,
den Tag mir auch gewähr',
warum ich dich tu bitten,
und auch dein Will' mag sein,
leit mich in deinen Sitten,
und brich den Willen mein,


3. daß ich, Herr, nicht abweiche
von deiner rechten Bahn,
der Feind mich nicht erschleiche,
damit ich irr' möcht gahn.
Erhalt mich durch dein Güte,
das bitt' ich fleißig dich,
vor's Teufels List und Wüten,
womit er setzt an mich.


4. Den Glauben mir verleihe
an dein' Sohn Jesum Christ;
mein Sünd mir auch verzeihe
allhier zu dieser Frist.
Du wirst mir´s nicht versagen,
wie du verheißen hast,
daß er mein Sünd tut tragen
und lös' mich von der Last.


5. Die Hoffnung mir auch gebe,
die nicht verderben läßt,
dazu ein christlich Liebe
zu dem, der mich verletzt,
daß ich ihm Guts erzeige,
such nicht darin das Mein'
und lieb ihn als mich Eigen
nach all dem Willen dein.


6. Dein Wort laß mich bekennen
vor dieser argen Welt,
auch mich dein Diener nennen,
nicht fürchten G'walt noch Geld,
das mich bald möcht ableiten
von deiner Wahrheit klar;
wollst mich auch nicht abscheiden
von der christlichen Schar.


7. Laß mich den Tag vollenden
zu Lob dem Namen dein,
laß mich nicht von dir wenden,
ans End beständig sein.
Behüt' mir Leib und Leben,
dazu die Frücht' im Land;
was du mir hast gegeben,
steht all's in deiner Hand.


8. Herr Christ, dir Lob ich sage
für deine Wohltat all',
die du mir diese Tage
erzeigt hast überall.
Dein'n Namen will ich preisen,
der du allein bist gut;
mit deinem Leib mich speise,
tränk mich mit deinem Blut.


9. Dein ist allein die Ehre,
dein ist allein der Ruhm;
die Rach dir niemand wehre,
dein Segen zu uns komm',
daß wir in Fried' entschlafen;
mit Gnaden zu uns eil,
gib uns des Glaubens Waffen
vor's Teufels listig Pfeil.


Verweise