Ich geh' und suche mit Verlangen

Aus Monarchieliga
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  • BWV 49
  • BC A 150


Text des Werks

Sinfonia: Sinfonia zu K. 49

Aria: Ich geh und suche mit Verlangen

VOX CHRISTI: Ich geh und suche mit Verlangen
Dich, meine Taube, schönste Braut.
Sag an, wo bist du hingegangen,
Daß dich mein Auge nicht mehr schaut?

Recitativo: Mein Mahl ist zubereit

VOX CHRISTI: Mein Mahl ist zubereit,
Und meine Hochzeittafel fertig,
Nur meine Braut ist noch nicht gegenwärtig.

ANIMA: Mein Jesus redt von mir;
O Stimme, welche mich erfreut!

VOX CHRISTI: Ich geh und suche mit Verlangen
Dich, meine Taube, schönste Braut.

ANIMA: Mein Bräutigam, ich falle dir zu Füßen.

VOX CHRISTI: Komm, Schönste, komm und laß dich küssen,

ANIMA: Komm, Schönster, komm und laß dich küssen!

VOX CHRISTI: Du sollst mein fettes Mahl genießen.

ANIMA: Laß mich dein fettes Mahl genießen!

VOX CHRISTI: Komm, liebe Braut, und eile nun!

ANIMA: Mein Bräutigam! ich eile nun!

BEIDE: Die Hochzeitkleider anzutun.

Aria: Ich bin herrlich, ich bin schön

ANIMA: Ich bin herrlich, ich bin schön,
meinen Heiland zu entzünden.

Seines Heils Gerechtigkeit
ist mein Schmuck und Ehrenkleid
und damit will ich bestehn,
wenn ich werd' im Himmel gehn.

Rezitativ: Mein Glaube hat mich selbst so angezogen

ANIMA: Mein Glaube hat mich selbst so angezogen.

VOX CHRISTI: So bleibt mein Herze dir gewogen,
So will ich mich mit dir
in Ewigkeit vertrauen und verloben.

ANIMA: Wie wohl ist mir,
der Himmel ist mir aufgehoben:
Die Majestät ruft selbst und sendet ihre Knechte,
daß das gefallene Geschlechte
im Himmelssaal
bei dem Erlösungsmahl
zu Gaste möge sein,
hier komm ich, Jesu, laß mich ein!

VOX CHRISTI: Sei bis in Tod getreu, so leg ich dir die Lebenskrone bei.

Corale: Dich hab ich je und je geliebet / Wie bin ich doch so herzlich froh

VOX CHRISTI: Dich hab ich je und je geliebet

ANIMA: Wie bin ich doch so herzlich froh,
daß mein Schatz ist das A und O,
der Anfang und das Ende!

Und darum zieh ich dich zu mir.

Er wird mich doch zu seinem Preis
aufnehmen in das Paradeis;
des klopf ich in die Hände.

Ich komme bald,

Amen, Amen,

ich stehe vor der Tür,

Komm, du schöne Freudenkrone, bleib nicht lange!

Mach auf, mein Aufenthalt!

Deiner wart ich mit Verlangen.

Dich hab ich je und je geliebet,
und darum zieh ich dich zu mir.

Verweise