Ich will von Gnade singen

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  • Versmaß |: 7 - 6 :| 6 - 7 - 7 - 6


Links der Psalm in der Übersetzung von Martin Luther, rechts die auf dem Luther-Text basierende Psalm-Dichtung von Kornelius Becker.

Psalm nach Luther Psalmlied von Kornelius Becker
1 Eine Unterweisung Ethans, des Esrahiten.

2 Ich will singen von der Gnade des HERRN ewiglich und seine Wahrheit verkündigen mit meinem Munde für und für
3 und sage also: Daß eine ewige Gnade wird aufgehen, und du wirst deine Wahrheit treulich halten im Himmel.

1. Ich will von Gnade singen
des Herren ewiglich,
seine Wahrheit verkünden,
mein Mund soll schweigen nicht.
Ich sag: In Christi Reich
ewige Gnad' wird walten,
der Herr wird treulich halten,
sein Wahrheit niemals treugt.[1]

4 "Ich habe einen Bund gemacht mit meinem Auserwählten; ich habe David, meinem Knechte, geschworen:
5 Ich will deinen Samen bestätigen ewiglich und deinen Stuhl bauen für und für."

2. Mit David auserkoren
hab' ich ein' Bund gemacht.
Was ich mei'm Knecht gechworen
halt' ich in guter Acht,
Ich will dir ewiglich
einen Samen erhalten
der das Reich mög' verwalten, soll nimmer fehlen nicht.

6 Und die Himmel werden, HERR, deine Wunder preisen und deine Wahrheit in der Gemeinde der Heiligen.
7 Denn wer mag in den Wolken dem HERRN gleich gelten, und gleich sein unter den Kindern Gottes dem HERRN?

3. Die Himmel werden preisen,
Herr Gott, die Wunder dein,
und dein' Wahrheit mit Fleiße
in heiliger Gemein'.
Im Himmel und all'm Reich
unter der Götter Kinden
wird man nicht einen finden,
der sich, Herr, dir vergleicht.

8 Gott ist sehr mächtig in der Versammlung der Heiligen und wunderbar über alle, die um ihn sind.
9 HERR, Gott Zebaoth, wer ist wie du ein mächtiger Gott? Und deine Wahrheit ist um dich her.

4. Fast mächtig ist der Herre
in heiliger Gemein',
und wunderbarlich sehre
Üb'r die, so um ihn sein.
Herr Gott, Herr Zebaoth,
mächtig sind deine Werke,
wer ist dir gleich an Stärke?
Dein' Wahrheit um dich staht.

10 Du herrschest über das ungestüme Meer; du stillest seine Wellen, wenn sie sich erheben.
11 Du schlägst Rahab zu Tod; du zerstreust deine Feinde mit deinem starken Arm.

5. Dein Herrschaft sich erstrecket
aufs ungestüme Meer,
wenn Wellen es bedecken,
stillst du sein Brausen schwer.
Durch deinen starken Arm
Rahab zu Boden schlägest
und alle Feind erlegest,
die dir zuwider war'n.

12 Himmel und Erde ist dein; du hast gegründet den Erdboden und was darinnen ist.
13 Mitternacht und Mittag hast du geschaffen; Thabor und Hermon jauchzen in deinem Namen.

6. Dein ist Himmel und Erden,
du hast gelegt den Grund,
alles was du heißt werden,
das muß darstehn zur Stund.
Mittag und Mitternacht
dein Allmacht hat bereitet,
du gibst uns gute Zeiten,
Lob, Ehr' man von dir sagt.

14 Du hast einen gewaltigen Arm; stark ist deine Hand, und hoch ist deine Rechte.
15 Gerechtigkeit und Gericht ist deines Stuhles Festung; Gnade und Wahrheit sind vor deinem Angesicht.

7. Dein Arm ist groß von Taten,
sehr stark ist deine Hand,
dein Rechte hoch erhaben,
in aller Welt bekannt.
Das Recht und das Gericht,
Herr, deinen Thron erhalten,
Gnad' und Wahrheit stets walten
für deinem Angesicht.

16 Wohl dem Volk, das jauchzen kann! HERR, sie werden im Licht deines Antlitzes wandeln;
17 sie werden über deinen Namen täglich fröhlich sein und in deiner Gerechtigkeit herrlich sein.

8. Wohl dem Volk, das im Herren
kann jauchzen und sich freu'n,
für dir sie wandeln werden
im Licht des Antlitz dein.
Sie werden allezeit
fröhlich in deinem Namen
herrlich treten zusammmen
In deiner G'rechtigkeit.

18 Denn du bist der Ruhm ihrer Stärke, und durch dein Gnade wirst du unser Horn erhöhen.
19 Denn des HERRN ist unser Schild, und des Heiligen in Israel ist unser König.

9. Du bist ihr Ruhm und Stärke,
in deiner Gnad' wir steh'n,
die du beweist im Werke,
tust unser Horn erhöhn.
Der Herr ist unser Schild,
in Israel der Heilig'
ist unser Herr und König,
der uns aus Nöten hilft.

20 Dazumal redetest du im Gesicht zu deinem Heiligen und sprachst: "Ich habe einen Helden erweckt, der helfen soll; ich habe erhöht einen Auserwählten aus dem Volk.
21 Ich habe gefunden meinen Knecht David;

10. Du hast dein Rat entdecket,
Im G'sicht den Heil'gen wohl,
Du sprachst: ich hab erwecket
ein' Held, der helfen soll.
Ich hab erhöhet recht
ein' Mann, den ich erwählet,
und dem Volk fürgestellet
David, mein treuen Knecht.

ich habe ihn gesalbt mit meinem heiligen Öl.
22 Meine Hand soll ihn erhalten und mein Arm soll ihn stärken.
23 Die Feinde sollen ihn nicht überwältigen, und die Ungerechten sollen ihn nicht dämpfen;

11. Ich hab ihn selbst gesalbet
mit dem heiligen Öl.
Mein Hand wird ihn erhalten,
mein Arm ihn stärken soll.
Ich bin sein Schirm und Schutz,
ich will selbst für ihn kämpfen,
und seine Feinde dämpfen,
vergeh'n muß all ihr Trutz.

24 sondern ich will seine Widersacher schlagen vor ihm her, und die ihn hassen, will ich plagen;
25 aber meine Wahrheit und Gnade soll bei ihm sein, und sein Horn soll in meinem Namen erhoben werden.

12. Ich will für ihm zerschlagen
mächtiglich seine Feind,
sein Hasser will ich plagen,
die ihm zuwider seind.
Wohl in dem Namen mein
will ich sein Horn erheben,
ob ihm soll allzeit schweben
die Gnad und Wahrheit mein.

26 Ich will seine Hand über das Meer stellen
und seine Rechte über die Wasser.
27 Er wird mich nennen also:
Du bist mein Vater, mein Gott und Hort, der mir hilft.

13. Sein Reich will ich ausbreiten,
daß er herrsch' auf dem Meer,
und an des Wassers Seiten
sein Rechte rings umher.
Er wird mich nennen wohl:
Du bist mein Vater selber,
mein Gott, mein Hort, mein Helfer,
auf den ich trauen soll.

28 Und ich will ihn zum ersten Sohn machen, allerhöchst unter den Königen auf Erden.
29 Ich will ihm ewiglich bewahren meine Gnade, und mein Bund soll ihm fest bleiben.

14. Er soll genennet werden
mein erstgeborner Sohn.
Er ist der Höchst auf Erden
und trägt die Ehrenkron.
Es soll aufs allerbest'
mein Gnad über ihn walten,
mein Bund will ich ihm halten
ewiglich treu und fest.

30 Ich will ihm ewiglich Samen geben und seinen Stuhl, solange der Himmel währt, erhalten.

15. Ihm will ich Samen geben,
der nimmermehr aufhört,
sein Stuhl erhalten eben,
solang der Himmel währt.
Ewig bestehen soll
das Reich der Gnad' und Ehren,
das ich ihm will gewähren,
er soll regieren wohl.

31 Wo aber seine Kinder mein Gesetz verlassen und in meinen Rechten nicht wandeln,
32 so sie meine Ordnungen entheiligen und meine Gebote nicht halten,

16. Doch sollen seine Kinder
auch halten meinen Bund,
sich willig lassen finden
in mei'm Dienst alle Stund.
Wo solches nicht geschieht
und sie mein G'setz verlassen,
geh'n nicht die rechte Straßen,
wird mir's gefallen nicht.

33 so will ich ihre Sünde mit der Rute heimsuchen und ihre Missetat mit Plagen;

17. Wenn sie den Bund nicht halten,
brechen die Ordnung' mein,
so will ich dergestalte
ihr' Sünde suchen heim.
Ich will auf frischer Tat
mit Vaters Rut' sie schlagen
und sie ein' Zeitlang plagen
um ihre Missetat.

34 aber meine Gnade will ich nicht von ihm wenden und meine Wahrheit nicht lassen trügen.
35 Ich will meinen Bund nicht entheiligen, und nicht ändern, was aus meinem Munde gegangen ist.

18. Doch will ich nicht gar wenden
von ihnen meine Gnad',
mein Wahrheit, Treu ohn' Ende
soll allzeit finden statt.
Es soll fest steh'n der Bund
und bleiben ungebrochen,
wes ich mich hab versprochen
geg'n sie mit wahrem Mund.

36 Ich habe einmal geschworen bei meiner Heiligkeit, ich will David nicht lügen:
37 Sein Same soll ewig sein und sein Stuhl vor mir wie die Sonne;
38 wie der Mond soll er ewiglich erhalten sein, und gleich wie der Zeuge in den Wolken gewiß sein."

19. Was ich David geschworen
bei meiner Herrlichkeit,
das bleibt wohl unverloren,
Sein Sam' soll ewig sein.
Sein Stuhl bleibt wie die Sonn',
gleichwie der Regenbogen
hat mein Wort nie betrogen,
es steht fest wie der Mond.

Verweise


Einzelnachweise

  1. trügt