Ihr Häuser des Himmels, ihr scheinenden Lichter

Aus Monarchieliga
Version vom 16. März 2016, 11:39 Uhr von Mm54 (Diskussion | Beiträge)

(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche


Das Werk

Drama per musica zum Namenstag von Kurfürst Friedrich August II.. Personae: Providentia, Fama, Salus, Pietas.

Text der Kantate

Aria Duetto (Rat der Götter): Ihr Häuser des Himmels

Ihr Häuser des Himmels, ihr scheinenden Lichter, seid gebückt.

Denn Augustus Namens Glänzen
wird in eure hellen Grenzen
heute heilig eingerückt.

Recitativo (Providentia): Preiswürdigster August

Preiswürdigster August,
du Schmuck der Welt, Du auch des Himmels Lust,
nun schreib ich Deines Namens Ruhm
als ein der Ewigkeit
schon längst geweihtes Eigentum,
zum Wunder der noch späten Zeit
und als ein Licht der Nachwelt ein.
Ihr Sterne machet Platz, Augustus soll hinein.

Aria (Providentia): Nenne deinen August Gott

Nenne deinen August "Gott",
prange, Rom, mit Spiel und Feste,

Sachsens August ist der Größte,
weil sein eigne Lorbern blüh'n;
Sachsens August ist der Beste,
denn Sanftmut und Liebe verewigen ihn.

Rezitativ (Fama): O schöner Tag, o schöne Blicke

O schöner Tag, o schöne Blicke,
August lebt, er blüht im Glücke!
Was aber hat allhier
das göttliche Verhängnis für.
Soll ich von Englands Pein,
von Moskaus Plagen
noch ferner sagen?
Nein, nein,
der Tag soll heute freudig sein,
Augustus lebt, er blüht im Glücke.

Aria Duetto (Fama und Providentia): Ich will rühmen

Ich will/Du sollst rühmen, ich will/du sollst sagen
von den angenehmen Tagen,
wie sich Reich und Land erfreut.

Providentia: Aber von der Seltenheit
deines Königs Herrlichkeit
Fama und Providentia: Will ich/sollst du selbst die Sterne fragen.

Recitativo (Fama, Providentia und Salus): So wie Augustus nicht

Providentia: So wie Augustus nicht
an Ruhm und Taten Seines gleichen,
so soll auch Seiner Jahre Lauf
ein unerhörtes Ziel erreichen.
Fama: So recht, und ob ich zwar
beinahe ganz und gar
durch seines Lobes Wunderdinge
mich heiser oder müde singe,
so kann mir doch
nichts süßer fallen,
als lange, lange noch
von Seinem Ruhm zu schallen.
Providentia: Sein Bild, sein heilig Angesicht
häng ich im Saal der Götter auf,
damit sein Leben auf der Erden
von dem Verfall der Zeit
kann desto mehr geschützet werden.
Salus: So soll die Grenzens Müdigkeit
noch täglich frischer Quellen haben,
mit unerschöpften Heil und Lust,
die königliche Brust,
das edelste der Welt, zu laben.

Aria (Salus): Herr, so groß als Dein Erhöhen

Herr, so groß als Dein Erhöhen
pflanz ich auch Dein Wohlergehen
ewigem Gedeihen ein.

Deine Kraft will ich erhalten,
wie die Adler nicht veralten,
wie die Felsen feste sein.

Recitativo (Pietas): Wie bin ich doch ergötzt

Wie bin ich doch ergötzt,
daß Sachsens Wunsch und Pflicht
nun der Erhörung wertgeschätzt.
Das uns erfreute Licht
erregt im Lande Jubellieder,
der König lebt, er stärkt sich wieder,
der Himmel will, er soll unsterblich sein.
Wohlan, so bauet Freudensäulen,
und weihet Andachtstempel ein,
dem Könige die Ehre der Vergötterung
noch lebend zu erteilen.

Aria (Pietas): Sachsen, komm zum Opferherd

Sachsen, komm zum Opferherd!

Laß den Weihrauch lieblich brennen,
daß sein Herze mög' erkennen,
daß du seines Glanzes wert.

Recitativo (Pietas): Doch wozu wollen wir viel Tempel bauen

Doch wozu wollen wir viel Tempel bauen?
So viel Dir, mildester August,
an Untertanen ist bewußt,
so viel wirst Du auch Herzen schauen,
die Tempel und Altäre sind,
von Lieb und Demut angezündt,
die heute vor Dein Heil und Leben
den Wunsch durch mich anstatt des Opfers geben.

Arie con Coro (Pietas): Himmel, erhöre das betende Land

Pietas: Himmel, erhöre das betende Land,
schütze den König mit mächtiger Hand,
segne des Gesalbten Namen!

Chor: Amen, Amen, Amen!

Pietas: Langes Leben, Fried' und Ruh'
setze Seinen Jahren zu
und pflege von oben den fürstlichen Samen!

Chor: Amen! Amen! Amen!

Pietas, Chor: So haben wir goldene Zeiten zu erben,
so scheuen sich selber die Greise zu sterben.

Verweise