Irene von Byzanz

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Irene von Byzanz war die Frau des römisch-deutschen Königs Philipp von Schwaben.


Leben

Irene wurde 1180 in Konstantinopel als Tochter des byzantinischen Kaisers Isaak II. Angelos geboren.

In erster Ehe heiratete sie 1193 den normannischen König Roger III. von Sizilien (1175–1193).

Nachdem dieser bald danach verstarb, wurde sie 1197 die Frau des späteren Königs Philipp. Bei ihrer Vermählung nahm sie den Namen Maria an. Am 8. September 1198 war sie bei Philipps Königskrönung in Mainz anwesend.

Ehen

König Philipp von Schwaben. Mit ihm hatte sie sieben Kinder, von denen vier Töchter das Erwachsenenalter erreichten:

  1. Beatrix (1198–1212), heiratete 1212 Kaiser Otto IV. von Braunschweig (1176 oder 1177–1218). Sie starb einige Wochen nach der Hochzeit,
  2. Kunigunde (1200–1248), heiratete 1224 König Wenzel I. von Böhmen (1205–1253),
  3. Marie (1201–1235), heiratete 1215 Herzog Heinrich II. von Brabant (1207–1248),
  4. Elisabeth (1202–1235), heiratete 1219 König Ferdinand III. von Kastilien und Leon (1199–1252).

Nach der Ermordung ihres Gatten in Bamberg im Juni 1208 zog sie sich hochschwanger und krank auf die Burg Hohenstaufen zurück, wo sie im August 1208 während der Geburt einer Tochter starb, die kurz danach ebenfalls verschied. Irene wurde im staufischen Hauskloster Lorch begraben. Ihr Grab läßt sich heute nicht mehr sicher lokalisieren.

Wegen ihres tragischen Schicksals galt Irene im Volksglauben als besonders verehrungswürdige Frau. Walther von der Vogelweide pries sie in einem zeitgenössischen Gedicht als "Rose ohne Dorn, die Taube sonder Gallen".

Ein im 19. Jahrhundert bei Abrissarbeiten in Lorch gefundener Ring (Gold mit Emailleeinlegearbeiten; im 20. Jahrhundert verloren gegangen) wurde ihr zugeschrieben (Irenenring).

Verweise