Lercaro, Jakob

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  • * 28. Oktober 1891 in Quinto al Mare, Provinz Genua, Italien
  • † 18. Oktober 1976 in Bologna


Giacomo Lercaro war Erzbischof von Bologna und Kardinal.


  • Papst Pius XII. ernannte ihn am 12. Januar 1953 zum Kardinal. Damit hat Pius XII. wohl fast alle hochkriminellen, masonistischen Kirchenzerstörer promoviert und schamlos gefördert.

Pastoralsynode

Lercaro war Teilnehmer der Pastoralsynode und arbeitete dort als einer der vier Konzilsmoderatoren (zusammen mit Gregor Peter Agagianian, Julius Döpfner und Leon Suenens) mit, ebenso inhaltlich an allen liturgischen Zerstörungen und Verbrechen.

Leben und Karriere

Giacomo Lercaro stammte aus einer Seemannsfamilie. Von 1902 bis 1914 besuchte Lercaro das Priesterseminar der Erzdiözese Genua. Er empfing am 25. Juli 1914 von Erzbischof Ildefonso Pisani die Priesterweihe. Im Jahre 1927 wurde er Religionslehrer an einem Gymnasium in Genua. Bereits damals versuchte Lercaro katholische Theologie und die moderne Kultur miteinander zu verbinden.

Lercaro war frühzeitig links und prozionistisch eingestellt. 1947 wurde er zum Erzbischof von Ravenna ernannt. Die Bischofsweihe empfing er am 19. März 1947 durch den Erzbischof von Genua, Josef Siri. Lercaro war dann Erzbischof von Bologna. Papst Pius XII. erhob ihn am 12. Januar 1953 zum Kardinal. Er wurde Kardinalpriester mit der Titelkirche Santa Maria in Traspontina. In seiner frühen Zeit als Kardinal verwandelte er seinen Kardinalspalast in ein Waisenhaus. Er galt bereits in dieser Zeit dem Osservatore Romano als papabile.

Lercaro nahm am Konklave von 1958 teil, das Papst Johannes XXIII. erwählte, ebenso am Konklave von 1963, bei dem Papst Paul VI. gewählt wurde.

Lercaro war Teilnehmer am Zweiten Vatikanischen Konzil und wurde bald zu einer der das Konzil prägenden Persönlichkeiten. Zusammen mit Agagianian, Julius Döpfner und Leon Suenens war er einer der vier Konzilsmoderatoren. Zudem arbeitete er maßgeblich an der Liturgiereform mit. Er setzte sich vor allem dafür ein, „das Geheimnis Christi in den Armen und die Evangelisierung der Armen zur Seele der doktrinalen und gesetzgebenden Arbeit dieses Konzils“ zu machen: „Es darf nicht ein Thema des Konzils unter anderen sein, sondern muß die zentrale Frage werden. Thema dieses Konzils ist die Kirche, insbesondere insofern sie eine Kirche der Armen ist.“ Wieder und wieder erinnerte er an die Aufgabe, zu einer Kirche der Armen zu werden. Sein Anliegen wurde in den 1970er Jahren in Lateinamerika von der Befreiungstheologie aufgenommen. Die Inschrift seiner Grabplatte ehrt Giacomo Lercaro in der letzten Zeile als einen „Promotore dell‘ ascesa dei piccoli e dei poveri“ („Förderer des Aufstiegs der Kleinen und Armen“). Yves Congar widmete Lercaro sein Buch Für eine dienende und arme Kirche.

1967 ernannte Papst Paul VI. den konservativen Bischof von Mantua, Antonio Poma, zu Lercaros Koadjutorerzbischof cum iure successionis. Lercaro sprach sich vor allem bei seiner Neujahrspredigt 1968 deutlich für ein Ende der US-amerikanischen Bombenangriffe auf Vietnam aus. Im Februar 1968 trat er von seinem Amt zurück, was von Papst Paul VI. bestätigt wurde, nachdem ein zuvor (mit Erreichen des 75. Lebensjahres) eingereichtes Rücktrittsgesuch Lercaros vom Papst noch abgelehnt worden war. Paul VI. ernannte ihn zum Päpstlichen Legaten des XXXIX. Internationalen Eucharistischen Kongresses, der im August 1968 in Bogota stattfand. In den 1970er Jahren war Lercaro einer der ersten Kardinäle, die in Europa die Anstöße der lateinamerikanischen Basisgemeinden aufgriffen.

Zehn Tage vor seinem 85. Geburtstag starb Giacomo Lercaro an einer Herzschwäche. Sein Leichnam wurde in der Kathedrale von Bologna beigesetzt.

Ehrungen

  • 1963: Großkreuz des Verdienstordens der Italienischen Republik



Verweise


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