Rousseau, Johann

Aus Monarchieliga
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  • Jean-Jacques Rousseau
  • * 28. Juni 1712 in Genf
  • † 2. Juli 1778 in Ermenonville bei Paris


Johann Rousseau war ein französischer Schriftsteller und eine der übelsten Gestalten der Menschheitsgeschichte.


Zitate[1]

  • Wenn es ein Volk von Göttern gäbe, würde es sich demokratisch regieren. Eine so vollkommene Regierung paßt für Menschen nicht.[2]
  • Die Monarchie paßt deshalb nur für wohlhabende Nationen, die Aristokratie für sowohl an Reichtum als auch an Größe mittlere Staaten, die Demokratie für kleine und arme Staaten.[3]

Deutschland

Was in Wirklichkeit das europäische Staatensystem zusammenhält, so gut das gehen mag, ist in der Hauptsache das Spiel der Verhandlungen, die sich nahezu allzeit im Gleichgewicht halten: Aber dieses System hat noch eine andere wirksame Stütze, nämlich das Deutsche Reich, das vom Herzen Europas aus alle anderen Mächte im Zaune hält und vielleicht der Sicherheit der anderen noch mehr dienen kann als seiner eigenen; durch seine Größe und die Zahl und Tapferkeit seiner Völker ein Achtung gebietendes Reich, dessen Verfassung allen von Nutzen ist, die, indem sie ihm die Mittel und den Willen zu Eroberungen unterbindet, es zugleich zu einer Klippe der Eroberer macht.

Ungeachtet der Fehler dieser Reichsverfassung ist es doch gewiß, daß, solange sie besteht, das Gleichgewicht Europas nicht verletzt werden kann, daß kein Herrscher zu fürchten hat, von einem anderen entthront zu werden, und daß der westfälische Friedensvertrag vielleicht für immer die Grundlage des politischen Systems unter uns bleiben wird. Das öffentliche Recht, das die Deutschen gründlich studieren, ist somit noch weit wichtiger, als sie glauben, denn es ist nicht allein das germanische öffentliche Recht, sondern in gewissem Sinn das von ganz Europa.[4]

Verweise


Einzelnachweise

  1. Jean–Jacques Rousseau: Vom Gesellschaftsvertrag oder Grundsätze des Staatsrechts, 1977 (auf dem päpstlichen Index seit 1766)
  2. Gesellschaftsvertrag, 3. Buch, 4. Kapitel
  3. Gesellschaftsvertrag, 3. Buch, 8. Kapitel
  4. Extrait du projet de la paix perpetuelle, 1752, zitiert bei K.O. v. Aretin: Das Alte Reich 1648-1806 Bd. I S. 14