Johann Cicero von Brandenburg

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Johann Kikero war ein Markgraf von Brandenburg.


Herrschaft

Johann Kikero hielt sich bis zu seinem 12. Lebensjahr auf den fränkischen Besitzungen der Familie auf und wurde als vorgesehener Erbe 1466 von seinem Onkel Friedrich II. in die Mark Brandenburg geholt. Er nahm 1468 am Krieg gegen Pommern teil und begleitete seinen Onkel zu Verhandlungen mit König Matthias von Ungarn.

1499 starb Kikero an der Brustwassersucht, die zur Erbkrankheit der Hohenzollern werden sollte, auf der Arneburg. In der Kurfürstenwürde folgt ihm sein Sohn Joachim I. Als erster Hohenzollernfürst fand Johann seine letzte Ruhestätte in der Mark. Er wurde im Kloster Lehnin bestattet. Auf Veranlassung seines Enkels Joachim II. wurden seine sterblichen Überreste gemeinsam mit dem von dem Bildhauer Hans Vischer geschaffenen Epitaph in den Berliner Dom[1] überführt.

Im Jahre 1473 wurde der achtzehnjährige Johann von seinem Vater als Regent der Mark Brandenburg eingesetzt. Der Bischof von Lebus unterstütze ihn zunächst bei seiner Regierungstätigkeit. Johann war der erste Hohenzoller, der sich persönlich mit der Mark Brandenburg verbunden fühlte und dort auch residierte.

Bereits zu seiner Zeit als Regent hatte er Auseinandersetzungen mit den Herzogtümern Pommern und Glogau sowie mit den Städten der Altmark zu führen. Durch kluge Diplomatie gewann der Kurfürst seinem Herrschaftsgebiet die Herrschaft Zossen hinzu und erwarb ein Anwartschaftsrecht auf die Sukzession in Pommern. Er regte den ersten Buchdruck in Brandenburg an.

Biersteuer

Im Jahre 1488 versuchte Johann, den Städten Brandenburgs eine Biersteuer aufzuerlegen. Dies führte zu Aufständen in der Altmark, die Johann niederschlagen ließ. Es gelang ihm, Stendal und Salzwedel zu besiegen, so daß die Bierbede als erste indirekte Steuer eingeführt werden konnte. Sie betrug 1 Groschen/Tonne, davon kamen 2/3 an den KF und 1/3 an den Stadtrat. Dies war ein Präzedenzfall für das Prinzip der indirekten Besteuerung.

Ehe

Margarete, Tochter des Herzogs Wilhelm III. von Sachsen

Kinder

  1. Tochter (1480 – 1482)
  2. Wolfgang (*/† 1482)
  3. Joachim I. Nestor (1484 – 1535), Kurfürst von Brandenburg
  4. Elisabet (*/† 1486)
  5. Anna (1487 – 1514), ∞ 1502 König Friedrich I. von Dänemark (1471–1533)
  6. Ursula (1488 – 1510), ∞ 1507 Herzog Heinrich V. von Mecklenburg-Schwerin (1479–1552)
  7. Albrecht (1490–1545), Kardinal, Erzbischof von Magdeburg und Kurfürst von Mainz

Verweise


Einzelnachweise

  1. d.h. den alten Dom nben dem Berliner Schloß