Böhmer, Johann Friedrich

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Johann Friedrich Böhmer war Historiker.


Leben

Böhmers Vater war der rheingräfliche Hofrat Karl Ludwig Böhmer, der 1792 vor der französischen Besatzung zunächst nach Wetzlar und von dort nach Frankfurt emigrierte und eine Anstellung als städtischer Kanzleidirektor erhielt.

Johann Friedrich verbrachte seine Kindheit und Jugend in großer Abgeschlossenheit und litt zeitlebens unter Schüchternheit und Ängstlichkeit. Er hegte eine romantische Sehnsucht nach der Kaiserzeit und dem Reich, die er auf Bayern, Österreich und die Katholische Kirche übertrug. Gegen den Protestantismus und insbesondere gegen Preußen, das er als Haupthindernis für die Herstellung der Reichseinheit ansah, entwickelte er eine tiefe Abneigung. Zur Konversion konnte er sich trotzdem nie entschließen.

1822 kehrte er nach Frankfurt zurück, weil er in die Administration des Städelschen Kunstinstitutes berufen wurde. 1823 machte er die Bekanntschaft mit dem Freiherrn vom Stein, der ihn zum Eintritt in die Gesellschaft für ältere deutsche Geschichtskunde bewog. Damit fand er schließlich seine Lebensaufgabe.

1825 wurde er Stadtarchivar und 1830 Bibliothekar seiner Vaterstadt.

Böhmer starb am 22. Oktober 1863. Er liegt auf dem Frankfurter Hauptfriedhof begraben. Nach ihm wurde eine Straße im Frankfurter Westend benannt.

Verweise