Bach, Johann Sebastian

Aus Monarchieliga
(Weitergeleitet von Johann Sebastian Bach)
Wechseln zu: Navigation, Suche


Johann Sebastian Bach war der bedeutendste Komponist der Barock Ära und einer der bedeutendsten Komponisten aller Zeiten.


Eisenach

Johann Sebastian war das jüngste von acht Kindern Johann Ambrosius Bachs und dessen Frau Elisabet, geborene Koch. Sein Vater war Musiker in der kleinen Kapelle des Herzogs Johann Georg I. und danach des Herzogs Johann Georg II. von Sachsen-Eisenach.

Eisenach war seit 1672 war es Residenzstadt des Fürstentums Sachsen-Eisenach, dessen Hofkapelle bekannte Musiker anzog, so Johann Pachelbel und Georg Philipp Telemann. Die frühe Kindheit verbrachte Bach in Eisenach, wo er durch den Vetter seines Vaters, den Organisten der Eisenacher Georgenkirche, Johann Christof Bach, auch erstmalig mit Kirchen- und Orgelmusik in Kontakt gelangte. Die Grundlagen des Violinspiels vermittelte ihm sein Vater. Im Alter von acht Jahren kam Bach auf die Lateinschule des Eisenacher ehemaligen Dominikanerklosters, die 200 Jahre zuvor bereits der Pseudo-Reformator Martin Luther besucht hatte; zuvor hatte Johann Sebastian Bach vermutlich die deutsche Schule besucht.

Seine Mutter starb am 3. Mai 1694. Am 27. November 1694 heiratete sein Vater die Witwe Barbara Margaretha Bartholomäi, geborene Keul; er starb aber nur wenige Monate danach am 20. Februar 1695. Im Alter von neun Jahren war Johann Sebastian Vollwaise geworden. Barbara Margaretha Bach, seine Stiefmutter, wollte mithilfe der Stadtpfeifergesellen und -lehrlinge das Amt ihres verstorbenen Mannes weiter versehen, erhielt aber dafür nicht die Genehmigung der Stadt Eisenach. Daher konnte sie nicht mehr selbst für die Kinder sorgen. Johann Sebastian Bach zog mit seinem Bruder Johann Jacob zu seinem älteren Bruder Johann Christoph Bach nach Ohrdruf.

Ohrdruf

Der dreizehn Jahre ältere Bruder Johann Christoph, Organist an St. Michaelis in Ohrdruf, übernahm seine weitere Erziehung und musikalische Ausbildung und vermittelte das Spielen auf den Tasteninstrumenten. Spätestens hier dürfte sich sein Interesse für Musik und Instrumente gebildet haben. Auch lernte Bach in Ohrdruf das Spielen der Orgel, ihren Aufbau und ihre Mechanik kennen. Durch die ab 1697 über längere Zeiträume erfolgten Reparaturen an der Orgel der Michaeliskirche ist es nicht auszuschließen, daß Bachs Kenntnisse über die Orgel durch die Umbauten zunahmen. Sein Bruder Christoph arbeitete an den Umbauten der Orgel mit. Unter Aufsicht seines älteren Bruders Johann Christoph durfte er die Orgel auch spielen. Außerdem war Bach als Chorsänger tätig.

In Ohrdruf besuchte Johann Sebastian das Lyzeum bis zur Prima. In der Secunda waren sein Vetter Johann Ernst Bach und sein lebenslanger Freund Georg Erdmann seine Mitschüler. Die schulischen Leistungen Bachs in Ohrdruf sind als sehr gut überliefert. Unterrichtet wurde Bach in den Fächern Latein und Griechisch, Mathematik, Geographie, Katechismus und evangelische Religion. Durch ein Schulstipendium konnte er zu seinem Unterhalt beitragen. Diese Schulstipendien wurden durch wohlhabende Bürger gestiftet. Damit verbunden war die Verpflichtung, den Söhnen dieser Familien Privatunterricht zu erteilen.

Aus der Ohrdrufer Zeit stammt auch der Bericht aus dem Nekrolog, daß Johann Christoph in einem Schrank mit bloßen Gitterstäben wertvolle Werke von Komponisten aus der späteren Hälfte des 17. Jahrhunderts aufbewahrte und diese seinem Bruder offenbar verwehren wollte, der sie abschreiben wollte. Bach soll laut dem Nekrolog heimlich "bey Mondenscheine" die Noten abgeschrieben haben, sei jedoch vom Bruder ertappt worden.

Die Fürsorge und Hilfe, die Johann Sebastian in Ohrdruf erfuhr, hat er nie vergessen. Er hat von seinem Bruder in seinem musikalisch-schöpferischen Start und Heranwachsen wesentliche Förderung erhalten. In der Möllerschen Handschrift von Bachs Ohrdrufer Choralbuch, das wesentlich von Johann Christoph angelegt wurde, finden sich wenigstens 25 der ersten Werke des jungen Bach. Als nach dem Tod des Bruders die umgekehrte Situation eintrat und sein Neffe Johann Heinrich Hilfe benötigte, nahm er ihn von 1724 bis 1728 bei sich in Leipzig auf.

Wechsel nach Lüneburg

Nach dem unerwarteten Verlust ihrer "Freitische" auf dem Lyzeum in Ohrdruf entschlossen sich der 14-jährige Bach und sein Klassenkamerad Erdmann, ihre Schulausbildung in der Partikularschule des Lüneburger Michaelisklosters fortzusetzen. Der Gedanke an die Fortsetzung der Schulausbildung in Lüneburg ist auf mehrere Gründe rückführbar.

Johann Christoph Bach war finanziell außerstande, seinem Bruder die Schule zu bezahlen. Johann Christophs Schwiegervater Johann Bernhardt Vonhoff, Mitglied des Ohrdrufer Stadtrates, hatte zusammen mit Georg Böhm das Gymnasium in Gota und die Universität in Jena besucht, wodurch ein Kontakt nach Lüneburg bestand. Außerdem waren die Familien Bach und Böhm miteinander bekannt. Das akademische Niveau an der Partikularschule in Lüneburg war höher als am Ohrdrufer Lyzeum. Außerdem lernten die Schüler hier durch die Nachbarschaft der Ritterschule die Grundlage der höfischen Tradition kennen. Ohrdrufs Schulkantor Elias Herda hatte 1689–1695 die Michaelisschule in Lüneburg absolvieren können, da er als Chorschüler einen Freiplatz erhalten hatte. Gegenüber Johann Sebastian Bach hatte er wahrscheinlich von der Schule berichtet.

Fest steht, daß Bach seine Geige mit nach Lüneburg nahm. Erstmals werden Bach und Erdmann am 3. April 1700 bei der Verbuchung der Mettengeldzahlungen aufgeführt. Beide mußten kein Schulgeld zahlen, waren dafür aber verpflichtet, als Mettenchorsänger ihren Dienst zu tun. Im Gegensatz zu allen seinen Geschwistern und seinen Vorfahren, die alle die höhere Schulausbildung zugunsten einer Musikerlehre aufgegeben hatten, entschied sich Bach damit für eine höhere Schulbildung, die zum Universitätsstudium qualifizierte. Im Frühjahr 1702 schloss er die Schule in Lüneburg erfolgreich ab.

Einfluß Böhm, Reincken, Lully

Der Komponist Georg Böhm war zu dieser Zeit Organist an St. Johannis. Sein Einfluß auf Bachs frühe Orgelwerke und Klaviersuiten läßt sich bei stilkritischer Analyse vermuten, aber nicht belegen. Im Jahre 2005 im Altbestand der Weimarer Herzogin Anna Amalia Bibliothek entdeckte Abschriften von Orgelwerken Dieterich Buxtehudes und Johann Adam Reinckens, des zu Bachs Zeit berühmten Organisten von St. Katharinen in Hamburg, legen allerdings nahe, daß der knapp 15-jährige Johann Sebastian Bach die Kopie von Reinckens Choralfantasie An Wasserflüssen Babylon für den Orgelunterricht bei Georg Böhm verfertigt hat. Sie ist von Bach mit einem Hinweis auf Böhm datiert: "â Dom. Georg: Böhme | descriptum aõ. 1700 | Lunaburgi".

Carl Philipp Emanuel Bach berichtet im Nekrolog, daß sein Vater "von Lüneburg zuweilen nach Hamburg (reisete), um den damals berühmten Organisten an der Catharinenkirche Johann Adam Reincken zu hören". Die Orgel der St. Katharinenkirche, die als berühmtestes und schönstes Instrument Norddeutschlands galt, hinterließ bei ihm einen bleibenden Eindruck. Der Nekrolog erwähnt auch, daß Bach in seiner Lüneburger Zeit die Gelegenheit hatte, "sich durch öftere Anhörung einer damals berühmten Capelle, welche der Hertzog von Zelle unterhielt, und die mehrenteils aus Frantzosen bestand, im Frantzösischen Geschmack … fest zu setzen". Diese "Capelle" konnte Bach in der Lüneburger Residenz des Herzogs Georg Wilhelm hören. Unter den französischen Musikern befand sich auch der Ballettmeister der Ritterakademie Thomas de la Selle, ein Schüler Lullys.

Zwischen Ostern 1702, als Bach seine Schulzeit in Lüneburg beendet hatte, und 1703 lassen sich Bachs Spuren nicht näher verfolgen. Wahrscheinlich zog er von Lüneburg nach Türingen zurück, da er mit dem Ende der Schulzeit auch die freie Kost und Logis verloren hatte. Möglicherweise kam er zunächst bei seiner älteren Schwester Maria Salome in Erfurt oder wieder bei seinem Ohrdrufer Bruder Christoph unter, der sich inzwischen wirtschaftlich wesentlich verbessert hatte. Aus einem späteren Brief ergibt sich, daß er sich im Juli um die vakante Organistenstelle an St. Jacobi in Sangerhausen bewarb und beim dortigen Rat bevorzugter Kandidat war, daß sich Herzog Johann Georg von Sachsen-Weißenfels aber über das Votum des Rats hinwegsetzte und diesen Posten an den später erfolgreichen, nach seiner Zeit aber erst 2010 wieder aufgeführten Opernkomponisten Johann Augustin Kobelius vergab.

Arnstadt

Spätestens ab März 1703 war Bach als Violinist in der Privatkapelle des Mitregenten Johann Ernst von Sachsen-Weimar angestellt. Bei einer Orgelprobe am 17. März 1703 knüpfte Bach Kontakte zum Rat in Arnstadt. Am 9. August 1703 erhielt Bach ohne weiteres Probespiel seine Bestallung als Organist der Neuen Kirche in Arnstadt. Für ein ungewöhnlich hohes Gehalt von 50 Gulden und 30 Gulden für Kost und Logis war Bach an der Neuen Kirche offiziell zunächst nur für das Orgelspiel zuständig, später aber auch für die Zusammenarbeit mit dem Chor des Lyzeums verpflichtet. Ende 1704 zogen drei verwaiste Cousinen zweiten Grades nach Arnstadt, Töchter von Johann Michael Bach. Zu der jüngsten, Maria Barbara Bach, die nun im Hause des Bürgermeisters wohnte, entwickelte Bach eine feste Zuneigung.

Reise nach Lübeck

Im November 1705 wanderte er zu Studienzwecken nach Lübeck, um, wie es im Nekrolog heißt, "den dasigen berühmten Organisten an der Marienkirche Diedrich Buxtehuden zu behorchen", möglicherweise aber auch, um sich als Nachfolger des 70-jährigen Organisten zu St. Marien zu bewerben. Es war ihm Urlaub von vier Wochen gewährt worden. Diesen dehnte er bis in den Januar 1706 aus und ließ sich währenddessen als Organist in Arnstadt durch seinen Vetter Johann Ernst vertreten. Diese Reise zu Buxtehude bescherte Bach wertvolle musikalische Eindrücke. Mit großer Wahrscheinlichkeit hat Bach auch auf der berühmten alten Totentanz-Orgel von St. Marien spielen können. Buxtehudes Abendmusiken, Orgel- und Klavierwerke sowie dessen unvergleichliches Orgelspiel bildeten einen Ansporn für den jungen Organisten und Komponisten. Die ersten erhaltenen Orgel- und Klavierwerke Bachs lassen den Einfluß Buxtehudes erkennen. Dazu gehören Choralvorspiele wie beispielsweise "Wie schön leuchtet der Morgenstern" (BWV 739) und Präludien, Toccaten, Partiten und Phantasien. Buxtehude war sehr von Bach angetan. Bedingung für die Nachfolge in der Stelle war aber, Buxtehudes älteste Tochter Anna Margreta zu heiraten. Zu dieser, die zehn Jahre älter war als er, fühlte sich Bach jedoch nicht hingezogen.

Auf 1706 wird Bachs Capriccio sopra la lontananza del fratello dilettissimo datiert, das er möglicherweise zum Abschied von seinem Bruder Johann Jakob komponierte, der sich als Musiker in die Hofkapelle König Karls XII. von Schweden verdingt hatte und diesen in den folgenden Jahren auf dessen Feldzügen im Nordischen Krieg begleitete.

Mühlhausen

Nachdem Bach am 24. April 1707 in der Freien Reichsstadt Mühlhausen vorgespielt hatte, trat er dort am 1. Juli an der Divi-Blasii-Kirche seinen Dienst als Organist an. Sein Gehalt betrug 85 Gulden, dazu kamen Naturalien und Einkünfte aus den Nebenkirchen. Wie schon in Arnstadt fällt auf, daß er eine wesentlich höhere Bezahlung als sein Vorgänger und sein Nachfolger erzielte. Diese Verhältnisse erlaubten es ihm nun, eine Familie zu gründen. Am 17. Oktober 1707 heiratete er in Dornheim bei Arnstadt Maria Barbara Bach. Sie sollten gemeinsam [[Die Kinder Johann Sebastian Bach's|sieben Kinder]] bekommen.

Im Juni 1708 reiste Bach im Zusammenhang mit dem Abschluß der Renovierungsarbeiten an der dortigen Orgel nach Weimar und spielte vor dem Herzog Wilhelm Ernst. Dieser bot ihm die Stelle als Hoforganist und Kammermusiker mit einem Gehalt von 150 Gulden zuzüglich Naturalien an. Ein großer Stadtbrand in Mühlhausen hatte zu einer Verteuerung der Lebenshaltungskosten geführt. Die Aussicht auf eine wesentlich bessere finanzielle Situation war offenbar ausschlaggebend dafür, daß Bach schon am 25. Juni 1708 – kaum ein Jahr nach seinem Amtsantritt – in Mühlhausen um seine Entlassung bat. Sein Nachfolger wurde Johann Friedrich Bach. Der Stadt Mühlhausen blieb Johann Sebastian Bach aber weiterhin verbunden. Jeweils für den Februar 1709 und 1710 bekam er Aufträge für Ratswechselkantaten, die gleichfalls auf Kosten des dortigen Rates gedruckt wurden, aber verschollen sind.

Weimar 2

Bach übersiedelte in der ersten Julihälfte 1708 mit seiner schwangeren Gattin nach Weimar und zog genau in das Haus ein, in dem bis 1705 der Komponist und Violinist Johann Paul von Westhoff gewohnt hatte. Am 29. Dezember desselben Jahres wurde das erste Kind, Katarina Dorotea, getauft. Während der Weimarer Zeit folgten noch fünf Kinder: Wilhelm Friedemann, die Zwillinge Maria Sophia und Johann Christoph, Karl Philipp Emanuel und Johann Gottfried Bernhard. Auf die Ausbildung seiner Söhne legte Bach großen Wert. Alle erhielten eine umfassende Schulbildung und nahmen später ein Universitätsstudium auf.

Gegen Ende des Jahres 1713 wurde Bach nach der Aufführung einer Probekantate die Organistenstelle an der Marktkirche St. Marien und Liebfrauen in Halle angeboten. Der Grund für Bachs Interesse an der Stelle ist nicht bekannt. Er erhielt am 14. Dezember seine Bestallung vom Kirchenkollegium, zögerte aber mit der Vertragsunterzeichnung und schickte erst am 19. März 1714 eine endgültige Absage mit der Begründung, daß die Besoldung nicht seiner Erwartung entspreche.

Am 2. März 1714 wurde Bach in Weimar zum Konzertmeister ernannt. Obwohl er in der Hierarchie immer noch unter dem Kapell- und dem Vizekapellmeister stand, bekam er mit 250 Gulden ein erheblich höheres Gehalt als beide. Mit dem neuen Amt war die Pflicht verbunden, alle vier Wochen eine Kirchenkantate auf den jeweiligen Sonntag zu komponieren. Als erste erklang am 25. März[1] die Kantate "Himmelskönig, sei willkommen". Ihr folgten in regelmäßigen Abständen noch mindestens 20 weitere Werke, die den Grundstock der späteren Leipziger Kantatenjahrgänge bildeten. Über das Instrumentalrepertoire, das Bach mit der Weimarer Hofkapelle pflegte, ist nahezu nichts bekannt; alle Unterlagen und Noten wurden 1774 beim Brand der Wilhelmsburg vernichtet.

Köthen

In Köthen trug Bach die Titel Kapellmeister und Director derer Cammer-Musiquen. Er schätzte den musikalischen jungen Fürsten Leopold von Anhalt-Köthen, der oft als Violinist im Orchester mitwirkte, und stand ihm offenbar auch persönlich nahe, was man daraus schließen kann, daß sowohl Leopold als auch seine Geschwister August Ludwig und Eleonore Wilhelmine Taufpaten von Bachs am 15. November 1718 geborenem Sohn Leopold August waren. Bereits am 7. August 1717 zum Kapellmeister ernannt, nahm Bach bei der Unterzeichnung des Vertrages eine Gebühr von 50 Talern entgegen. Insgesamt lag sein Jahreseinkommen in der Funktion des Kapellmeisters bei 400 Talern. Hinzu kam ein Mietzuschuss von zwölf Talern; die meisten Orchesterproben fanden im Hause Bachs statt.

Bach konnte in Köthen für eine hervorragende Kapelle komponieren. Fürst Leopold hatte bis zu 17 Musiker angestellt, die zum Teil aus der 1713 aufgelösten Kapelle des preußischen Königs Friedrich I. stammten. Acht der Instrumentalisten, unter ihnen Christian Ferdinand Abel, hatten Solistenqualität und den Rang eines 'Cammermusicus'. Der Fürst stattete seine Kapelle mit guten Instrumenten aus und schickte Bach zum Kauf eines neuen Cembalos 1719 nach Berlin. Dort konnte Bach den kunstliebenden Markgrafen Christian Ludwig kennenlernen. Für ihn komponierte Bach die "Brandenburgische Konzerte.

Andererseits hatte das reformierte Bekenntnis des Fürsten Konsequenzen: Es gab nur noch wenig Bedarf an geistlicher Musik. Denn der "Gottesdienst" sollte nach reformierter Überzeugung schlicht gehalten bleiben. Als Bach 1720 nach einer zweimonatigen Reise des Hofs aus Karlsbad in Böhmen zurückkehrte, mußte er erfahren, daß seine Gattin Maria Barbara nach kurzer Krankheit gestorben und schon am 7. Juli bestattet worden war. Ihre Todesursache ist nicht bekannt, der Nekrolog schreibt, sie sei nach kurzer Krankheit gestorben.

Am 3. Dezember 1721 heiratete er Anna Magdalena, die jüngste Tochter des fürstlichen Hof- und Feldtrompeters zu Sachsen-Weißenfels Johann Kaspar Wilcke, die im Juni 1721 als Sopranistin an den Köthener Hof gekommen war. [[Die Kinder Johann Sebastian Bach's|Dieser zweiten Ehe entstammen 13 Kinder]].

Als Beitrag zur musikalischen Erziehung seiner Kinder hatte Bach am 22. Januar 1720 das Clavierbüchlein für den ältesten Sohn Wilhelm Friedemann begonnen, das unter anderem die zweistimmigen Inventionen und dreistimmigen Sinfonien enthält. Das 1722 angelegte Clavierbüchlein vor Anna Magdalena Bachin enthält die Frühfassungen der Französischen Suiten. Neben dem Wohltemperierten Klavier und den sechs Violinpartiten und -sonaten sind dies die mit Sicherheit auf die Köthener Zeit datierbaren autografen Instrumentalkompositionen. Daneben sind noch einige Geburtstags- und Neujahrskantaten überliefert. Es gilt als sicher, daß Bach für den Hof eine beträchtliche Zahl an Konzerten und anderen Instrumentalkompositionen geschrieben haben muß, die aber weitgehend verschollen oder aber in späteren Bearbeitungen als Cembalokonzerte oder Kantatensätze erhalten sind. Aus nicht ganz klaren Gründen schien sich Fürst Leopold in der Folgezeit von Bachs Ensemblemusik etwa 1722 immer mehr abzuwenden, was diesen veranlaßte, sich nach neuen Stellen umzusehen. Oftmals wird behauptet, die Abwendung von der Musik wurde durch die Gemahlin des Fürsten verursacht. Diese starb jedoch bereits im Kindbett, noch bevor Bach seine Stelle als Thomaskantor antrat.

Schon im September 1720 wurde die Organistenstelle zu St. Jacobi in Hamburg frei, um die sich Bach bewarb. Er wurde vom Hamburger Rat zum Probespiel zugelassen, sagte aber dann doch ab, wahrscheinlich weil die Übernahme der Stelle mit einer beträchtlichen Kaufsumme verknüpft war. Möglicherweise ist die Widmung der Brandenburgischen Konzerte vom 24. März 1721 für den Markgrafen Christian Ludwig von Brandenburg-Schwedt ebenfalls im Zusammenhang mit Bachs Suche nach einer neuen Stelle zu sehen. Ein Dankesschreiben oder eine Besoldung von Christian Ludwig von Brandenburg scheint Bach nicht erhalten zu haben, jedenfalls existiert heute kein Dokument, das hierüber Auskunft gibt. Auch kam ab 1722 hinzu, daß Fürst Leopold über niedrigere Etats verfügte, ausgelöst durch die militärische Anschließung an Preußen und durch anhaltende Konflikte im Fürstenhause der Askanier.

Es ging um mögliche Neuaufteilungen und die feudalistischen Pensionsansprüche, die aufgrund der geringen Einnahmen (etwa 10.000 Menschen lebten damals im Fürstentum Anhalt-Köthen, die meisten einfache Bauern) kaum realisierbar waren, so daß der Fürst ernsthafte Einkommensverluste verbuchte. Eine andere Sache war für Bach beschwerlich: die zunehmenden Streitigkeiten zwischen Reformierten und Lutheranern. Die Fürstenmutter Gisela Agnes war lutherisch geblieben und förderte die kleine lutherische Gemeinde in Köthen sehr. Bach, streng lutherisch geprägt, hielt sich zu dieser Gemeinde. Der wachsende lutherische Einfluß beim Landadel weckte allerdings Besorgnisse und Abwehr beim Fürsten. Das Klima zwischen der reformierten und lutherischen Konfession wurde immer gereizter. Auch die schlecht geführte Lateinschule Köthens dürfte Bach dazu veranlasst haben, durch einen Umzug seinen Söhnen eine bessere Schulausbildung zukommen zu lassen.

Durch den Tod Johann Kuhnaus am 5. Juni 1722 wurde in Leipzig die Stelle des Thomaskantors frei. Nach einem ersten Probespiel am 14. Juli wurde von den Bewerbern, zu denen Johann Friedrich Fasch[2] und Christian Friedrich Rolle zählten, Georg Philipp Telemann gewählt. Da Telemann auf Grund einer Gehaltserhöhung in Hamburg blieb, wurde eine zweite Kantoratsprobe anberaumt, bei der neben Bach Georg Friedrich Kauffmann aus Merseburg, der freiwillig zurücktrat, Christoph Graupner (Kapellmeister in Darmstadt) und Balthasar Schott (Organist an der Neuen Kirche in Leipzig) kandidierten.

Bach führte am 7. Februar 1723 als Probestück die Kantaten "Jesus nahm zu sich die Zwölfe", und "Du wahrer Gott und Davids Sohn" auf. Gewählt wurde Graupner, der aber ablehnen mußte, weil ihm vom hessischen Landgrafen die Entlassung verweigert wurde. Somit wurde Bach "als dritte Wahl" Thomaskantor, ein Amt, das er bis zu seinem Tode behielt. Den Titel eines Fürstlich-Köthenischen Kapellmeisters durfte Bach weiter führen, und er lieferte noch bis zum Tod Leopolds (1728) Musik zu den Festtagen des Fürstenhauses. Auch reiste er zwischen 1724 und 1728 mehrmals nach Köthen, wo er mit Fürst Leopold zusammentraf und ihm Musik aufführte. Bach blieb bis zum Tod des Fürsten eng mit diesem verbunden.

Leipzig

Ende Mai 1723 nahm Bach seinen Dienst in Leipzig als Thomaskantor auf. Als Kantor und Musikdirektor war er für die Musik in den vier Hauptkirchen der Stadt verantwortlich. Dazu zählte die Vorbereitung einer Kantatenaufführung an jedem Sonntag und an den Feiertagen. Außerdem oblag ihm der Musikunterricht in der Thomasschule. Die Internatsschüler waren verpflichtet, als Chorsänger die Gottesdienste mitzugestalten. Sein Deputat als Lateinlehrer, das mit seiner Stelle traditionell verbunden war, übertrug er gegen eine Geldzahlung von jährlich 50 Talern - die Hälfte seines festen Einkommens - an Siegmund Friedrich Dresig, den Konrektor der Schule. Seine Stelle als Thomaskantor behielt er bis zu seinem Tod im Jahre 1750. Durch bestellte Kantaten für Hochzeiten, Taufen oder Begräbnisse erzielte er ein jährliches Einkommen von etwa 700 Talern; dies geht aus dem sogenannten Erdmannbrief aus dem Jahre 1730 hervor.[3]

Gleich nach seiner Ankunft fing Bach an, Kantaten für die jeweils anstehenden Aufführungen zu komponieren oder zu überarbeiten. Bei dieser systematischen Arbeit muß Bach in den ersten drei Jahren im Schnitt ungefähr ein Werk pro Woche geschaffen haben, danach verlangsamte er das Tempo. Insgesamt sind fast drei vollständige Jahrgänge überliefert, der Nekrolog berichtet von zwei weiteren. Insgesamt sind in dieser Zeit etwa 300 Kirchenkantaten entstanden.

Für Weihnachten 1723 schrieb Bach das Magnificat in Es-Dur mit den weihnachtlichen Einlagesätzen, für den Karfreitag 1724 sein bis dahin umfassendstes Werk, die Johannespassion, für Weihnachten 1724 ein Sanctus. Wohl Anfang 1725 begegnete Bach dem Textdichter Christian Friedrich Henriki alias Pikander, der schließlich den Text für die Matthäuspassion lieferte, die 1727 oder 1729 uraufgeführt wurde.

Weltliche Musik

1729 übernahm Bach die Leitung des 1701 von Telemann gegründeten Collegium musicum, die er bis 1741 behielt. Mit diesem studentischen Ensemble führte er deutsche und italienische Instrumental- und Vokalmusik auf, außerdem schrieb er dafür etliche seiner weltlichen Kantaten, wie z. B. "Der Streit zwischen Phoebus und Pan" oder "Herkules am Scheidewege", die im Zimmermannischen Caffee-Hauß in der Katharinenstraße 14 uraufgeführt wurden. Bach nannte diese Werke "Dramma per la Musica" oder "Dramma per Musica"; sie stehen strukturell der Oper nahe. Seine Bauernkantate, die er als "Cantate burlesque" bezeichnete, und die Kaffeekantate sind Beispiele für das humoristische Genre. Wöchentlich einmal – während der Leipziger Messe sogar zweimal – wurden hier oder im dazugehörenden Kaffehausgarten abends solche Konzerte abgehalten.

Dem dienten auch die vielen Cembalokonzerte für bis zu vier Solisten, die zum größten Teil als neue Arrangements meist eigener Violin- oder Oboenkonzerte und Instrumentalsätze aus Kantaten, aber auch aus fremden Vorlagen entstanden. Als Solisten standen – neben Bach selbst – seine Söhne und Schüler zur Verfügung. In seiner gesamten Leipziger Zeit war Bach ein gesuchter Lehrer. Oft lebten die Schüler in seinem Haushalt. Ziel des Unterrichts war es, Musiker heranzubilden, die als Instrumentalisten und Komponisten den vielfältigen Aufgaben bei Hof, in der Kirche und im beginnenden bürgerlichen Musikleben gewachsen waren. Bachs Unterricht trug vor allem bei seinen Söhnen reiche Früchte. Für diesen Unterricht verwendete Bach ältere und neuere eigene Kompositionen.

Schon in Weimar und Köthen hatte Bach Huldigungskantaten für die Fürstenhäuser in Weimar, Weißenfels und Köthen sowie Festmusiken in Form von Kantaten zu verschiedenen Anlässen komponiert. In Leipzig entstanden weitere derartige Werke wie etwa 1725 die für das Herzogtum Sachsen-Weißenfels komponierte Schäferkantate BWV 249a. Häufig verarbeitete Bach dabei ältere Vorlagen. Die Festmusiken und Huldigungskantaten galten dem Umkreis der Universität, den Kurfürsten von Sachsen, sonstigen Adligen und reichen Bürgern. Diese Kantaten wurden meist im Freien aufgeführt und mußten daher in Chor und Instrumentalkapelle stark besetzt sein. Das war vor allem gewährleistet, nachdem Bach das Collegium musicum übernommen hatte.

Die letzten Jahre

Im Sommer des Jahres 1741 hielt sich Bach in Berlin auf. Während seiner Abwesenheit erkrankte seine Frau, schwanger mit ihrem jüngsten Kind, offenbar schwer. Bachs Vetter Johann Elias Bach teilte ihm dies mit: "So viel Schmerzen empfinden wir gleichwohl über die Schwachheit unserer Hochwerthesten Fr. Mamma, indem die selbe schon seither 14 Tagen nicht eine einzige Nacht nur eine Stunde Ruhe gehabet, und weder sitzen noch liegen kann."

Bach dürfte diese Aussage sicherlich an den Tod seiner ersten Frau erinnert haben, und er kehrte nach Leipzig zurück. Auch in den weiteren Jahren gab es Reisen. Bach kehrte am 17. November 1741 von einer Reise nach Dresden, wo er mit Hermann Graf von Keyserlingk zusammentraf und ihm die "Goldberg-Variationen" überreicht haben dürfte, nach Leipzig zurück. Am 30. August 1742 führte Bach anläßlich des 36. Geburtstages des Grafen von Dieskau die Bauernkantate "Mer hahn en neue Oberkeet" auf. 1744 veröffentlichte er den zweiten Teil des Wohltemperierten Klaviers. Im Mai 1747 besuchte er auf Einladung Friedrichs des Großen, in dessen Hofkapelle Karl Philipp Emanuel Bach als Cembalist angestellt war, Potsdam und Berlin und improvisierte auf den dortigen Pianoforti und Orgeln. Er versprach, ein ihm vom König vorgegebenes Thema in einer Fuge auszuführen und in Kupfer zu stechen. Aus diesem Versprechen wurde das Musikalische Opfer, eine Sammlung von zwei Fugen (drei- und sechsstimmig), zehn Kanons und einer Triosonate, alle über das gleiche Thema. Eine Bezahlung für diese Komposition erhielt er vom König nicht.

"Einige canonische Verænderungen über das Weynacht-Lied: Vom Himmel hoch da komme ich her" lautet der Titel eines Variationenwerkes, das Bach zu seinem Eintritt 1747 in die von Lorenz Christoph Mizler gegründete Correspondierende Societæt der musikalischen Wissenschaften einreichte. Ein weiteres bedeutendes kontrapunktisches Spätwerk Bachs ist die "Kunst der Fuge", deren erste Reinschrift Bach 1742 abschloss, die er aber danach bis 1749 umfassend ergänzte und überarbeitete. Die Sammlung von einfachen Fugen, Gegenfugen, Spiegelfugen, Fugen mit mehreren Themen und Kanons stellt ein Kompendium der Techniken der Fugenkomposition dar. Ebenfalls in Bachs letzte Jahre fällt die Komposition der h-moll Messe unter Verwendung älterer Kompositionen. Johann Nikolaus Forkel berichtete, daß Bach auf seinem Sterbebett den letzten Choral "Vor deinen Thron tret ich hiemit" seinem Schüler und Schwiegersohn Johann Christoph Altnikol diktiert habe.

In seinen letzten Jahren litt Bach an einer Augenkrankheit. Auch von motorischen Störungen im rechten Arm und damit in der Schreibhand wird berichtet. Ab 1749 sind keine eigenhändigen Schriftstücke von ihm mehr erhalten. Das letzte Schreiben aus Bachs Hand stammt vom 12. April 1749, in dem er seinen Kantoratsvertreter, den Chorpräfekten Johann Nathanael Bammler, als guten Vertreter in "Abwesenheit meiner" lobte. Die letzte bekannte Unterschrift stammt vom 6. Mai 1749, der zugehörige Text wurde von seinem Sohn Johann Christoph Friedrich geschrieben. Es handelt sich um eine Quittung für den Verkauf eines Fortepianos an einen polnischen Adeligen.

Die Kompositionen "Et incarnatus est" und der unvollendet gebliebene "Contrapunctus XIV" aus der Kunst der Fuge sind die letzten Handschriften des Komponisten, die spätestens zur Jahreswende 1749/50 abgeschlossen wurden. Seine Frau Anna Magdalena oder sein Sohn Johann Christian unterschrieben für ihn seitdem alle Dokumente. Der spätestens gegen Mitte des Jahres 1749 verschlechterte Gesundheitszustand Bachs machte ihm wahrscheinlich auch den Auftrag eines Werkes oder eines Gastkonzerts in Mähren, Prag oder sogar Wien unmöglich. Bei dem Interessenten handelte sich um den Reichsgrafen Johann Adam von Questenberg. Questenberg, ein kultivierter und enorm wohlhabender Patrizier, besaß unter anderem Residenzen in Mähren, Prag und Wien, war selbst ein aktiver Lautenspieler und pflegte Beziehungen zu Musikern wie Johann Joseph Fux, Antonio Kaldara, Francesco Conti und später auch zu Christoph Willibald Gluck. In seiner Hauptresidenz, dem Schloß Jarmeritz, unterhielt er eine Privatkapelle. Questenberg bat den jungen Leutnant Graf Franz Ernst von Wallis, der die Rechte an der Leipziger Universität studierte, den Kontakt mit Bach herzustellen. Dazu ein Schreiben von Wallis an von Questenberg:

"Er hat ungemeine freüde bezeiget von eürer Excellentz, als seinem gnädigsten hochen Patron, und Gönner einige nachrichten zu erhalten und mich ersuchet gegenwärtigen Brief beyzuschließen."

Augenkrankheit und Tod

Das vermutlich seit der Jugend aufgrund einer mäßigen Kurzsichtigkeit eingeschränkte Sehvermögen ließ später wahrscheinlich durch eine Linsentrübung oder ein Glaukom so stark nach, daß sich Bach von dem schon damals umstrittenen Okulisten John Taylor zwischen dem 28. März und dem 7. April 1750 zweimal operieren ließ. Nach der zweiten Operation erholte Bach sich trotz oder wegen weiterer Behandlungsmaßnahmen verschiedener Ärzte nicht mehr vollständig. Sein Sehvermögen erlangte er nicht zurück. Ein klarer Zusammenhang zwischen den Augenoperationen und der vier Monate später zum Tod führenden Erkrankung ist aus heutiger Sicht nur schwierig herzustellen. Bach starb am 28. Juli 1750 und wurde drei Tage darauf auf dem Johannisfriedhof in Leipzig begraben.

Am 31. Juli, drei Tage nach seinem Tod wurde Bach auf dem Friedhof südlich der Johanniskirche bestattet. Noch mehr als ein Jahrhundert später erwiesen einzelne Thomanergruppen jeweils am 28. Juli dem ehemaligen Thomaskantor dort die letzte Ehre. Daher stammt auch die Überlieferung, daß das Grab etwa 6 Schritte von der Südpforte der Kirche gelegen war.

Denkmäler und Gedenktafeln

  • Das Denkmal in Bachs Geburtsstadt Eisenach vor dem Bachhaus. Diese Skulptur wurde im Jahr 1884 von Adolf von Donndorf entworfen und von Hermann Heinrich Howaldt ausgeführt.
  • Das Denkmal des jungen Johann Sebastian Bach des Bildhauers Bernd Göbel auf dem Marktplatz in Arnstadt. Es wurde 1985 enthüllt.
  • Bei dem Bach-Denkmal neben seiner Wirkungsstätte Divi Blasii in Mühlhausen/Türingen steht der junge Bach neben seinem Denkmalsockel. Es wurde von dem Bildhauer Klaus Friedrich Messerschmidt geschaffen und am 9. August 2009 enthüllt.
  • Das Bach-Denkmal in Köthen. Es wurde 1885 von dem Berliner Bildhauer Pöhlmann geschaffen. Es steht vor dem Bachhaus Köthen.
  • Das Alte Bach-Denkmal in Leipzig (1843) nahe der Thomaskirche. Es wurde vom Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy gestiftet, von Eduard Bendemann, Ernst Rietschel und Julius Hübner entworfen und vom Leipziger Bildhauer Hermann Knaur ausgeführt. Es gilt als weltweit ältestes Bach-Denkmal.
  • Das wesentlich bekanntere und ebenfalls in Leipzig befindliche Neue Bach-Denkmal auf dem Thomaskirchhof. Auf einem 3,20 m hohen Muschelkalksteinsockel, der vom Leipziger Architekten und Stadtbaurat Otto Wilhelm Scharenberg entworfen wurde und den Namen des Geehrten trägt, befindet sich eine 2,45 m hohe Bronzestatue, die vom Leipziger Bildhauer Carl Seffner entworfen und von der Firma Noack & Brückner gegossen wurde. Es wurde 1908 enthüllt.
  • Nebenbüste zu dem zentralen Standbild für Friedrich den Großen in der Denkmalgruppe 28 der ehemaligen Berliner Siegesallee von Joseph Uphues, enthüllt am 26. August 1899. Die Büste ist verschollen.

Verweise


Einzelnachweise

  1. Palmsonntag und gleichzeitig Mariä Verkündigung
  2. Kapellmeister am Hofe zu Anhalt-Zerbst
  3. "Meine itzige Station belaufen sich auf etwa 700 Reichstaler."