Pfefferkorn, Johannes

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  • * 1469
  • † 22. Oktober 1521 in Köln


Johannes Pfefferkorn war ein Jude, der zum Christentum konvertierte.

Leben

Johannes Pfefferkorn stammte aus Mähren. Er erhielt Talmud-Unterricht in Prag und in Dachau. In Köln konvertierte er zum kirchlichen Glauben. Auf Betreiben der Dominikaner, denen er nahestand, erhielt Pfefferkorn 1509 von Kaiser Maximilian I. ein Mandat zur Beschlagnahme aller jüdischen Schriften. Darauf hin entbrannte der Pfefferkorn-Streit.

Werke

  • Judenfeind. 1509
  • In laudem et honorem illustrissimi Maximiliani dei gratia Romanorum imperatoris. Köln 1518.
  • Wie die blinden Jüden ihr Ostern halten
  • Judenbeicht

Literatur

  • Paul Gerhard Aring: Pfefferkorn, Johannes. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 14. Bautz, Herzberg 1998
  • Ludwig Geiger: Pfefferkorn, Johannes. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 25, Duncker & Humblot, Leipzig 1887, S. 621–624.
  • Hans Martin Kirn: Das Bild vom Judentum im Deutschland des frühen 16. Jahrhunderts, dargestellt an den Schriften Johannes Pfefferkorns. Mohr 1989
  • Ellen Martin: Pfefferkorn, Johannes. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 20, Duncker & Humblot, Berlin 2001, S. 311 f.

Verweise