Juliana von Lüttich

Aus Monarchieliga
Wechseln zu: Navigation, Suche
  • * um 1192
  • † 5. April 1258
  • Gedenktag: 5. April


Juliana von Lüttich war Chorfrau und Mystikerin.

Leben

Juliana kam im Alter von fünf Jahren als Waise ins Kloster der Augustiner-Chorfrauen von Mont Cornillon in Lüttich. 1206 trat sie ins Kloster ein und legte 1207 im Alter von 13 Jahren die Profeß ab. 1225 wurde sie zur Priorin, 1230 wurde sie Oberin des Konvents. Da der Generalobere des Ordens sie nicht schätzte und gegen sie intrigierte, wurde sie zweimal von ihren Mitschwestern vertrieben; nach dem zweiten Vorfall kehrte sie nicht ins Kloster zurück, sondern lebte als Reklusin.

Seit 1209 hatte die für ihre Heiligkeit bekannte Juliana Visionen, die sich häufig auf das Altarsakrament bezogen. Eine mehrmals wiederkehrende Vision, bei der sie eine unvollständige Mondscheibe sah, deutete sie als Hinweis Christi, daß der Kirche ein Fest zur besonderen Verehrung des Altarsakramentes fehle. Auf die Anregung Julianas setzte Papst Urban IV. das Fronleichnamsfest für die ganze Kirche ein; dazu schrieb Tomas von Aquin mehrere Hymnen zur Verehrung des Altarssakramentes.

Auf Julianas Einwirkung hin wurde in der katholischen Kirche das Hochfest des Leibes und Blutes Christi (Fronleichnam) eingeführt, zuerst 1246 im Bistum Lüttich, dann für die gesamte Kirche.

Verweise