König, Johann Ulrich von

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Johann Ulrich von König war ein Schriftsteller und Librettist.


Leben

König besuchte das Gymnasium in Stuttgart und studierte dann in Tübingen Theologie und in Heidelberg Jura. Er ließ sich in Hamburg nieder, wo er 1715 mit Barthold Hinrich Brockes, Michael Richey und Johann Albert Fabricius die Deutschübende Gesellschaft gründete und Libretti für die Oper am Gänsemarkt schrieb, die u.a. von Reinhard Keiser und Georg Philipp Telemann vertont wurden.

Ab 1717 hielt er sich in Leipzig und Weißenfels auf, bis er 1719 Hofpoet und Mitarbeiter Johann von Bessers am Dresdner Hof Augusts des Starken wurde.

Hier förderte er zunächst Johann Christoph Gottsched, mit dem er sich später überwarf und stand in enger Verbindung mit Johann Jakob Bodmer. Er verfaßte erfolgreiche Lustspiele – Die verkehrte Welt wurde noch 1770 gespielt – und als Hofdichter panegyrische Verherrlichungsschriften auf seinen Dienstherrn wie das Epos August im Lager.

Nach Bessers Tod 1729 wurde König sein Nachfolger als Zeremonienmeister und Hofrat. Er war Mitglied der Berliner Akademie und wurde 1740 von Friedrich August II., der nach dem Tode Kaiser Karls VI. als Reichsverweser fungierte, geadelt. Am 14. März 1744 starb er an den Folgen des Fleckfiebers.


Verweise