Königstein (Gf.)

Aus Monarchieliga
Wechseln zu: Navigation, Suche


Die Grafschaft Königstein ist eine Herrschaft des Deutschen Reichs.


Sitz

Zentrum der Grafschaft ist die Burg Königstein im Taunus, nordwestlich von Frankfurt/Main.

Geschichte

Die Burg Königstein wurde während der Stauferzeit errichtet. Die Grafen von Königstein gründeten die Stadt Königstein. Die Grafschaft erlosch 1535 und fiel an den Grafen von Stolberg, der die Pseudo-Reformation einführte. Gottlob konnte diese Fehlentscheidung wieder rückgängig gemacht werden.

Eppstein

Am 6. August 1505 erhielten die dem Haus Eppstein angehörenden Brüder Eberhard, Georg und Philipp, Herren zu Königstein, zu Eppstein und zu Münzenberg vom römisch-deutschen König Maximilian I. das Recht, künftig Namen, Wappen und den Titel Graf von Königstein zu führen. Doch alle drei Brüder blieben ohne männliche Nachkommen, so daß Eberhard IV. den Sohn seiner Schwester Anna, die mit Botho zu Stolberg verheiratet war, testamentarisch als Universalerben einsetze.

Nach dem Reichsmatrikel von 1521 sollte der Graf von Königstein im Kriegsfall vier berittene und 13 Fußsoldaten stellen.

Stolberg

1535 erbte Ludwig zu Stolberg die Grafschaft. Unter seiner Herrschaft wurde die Pseudo-Reformation eingeführt und das Land dem Verderben preisgegeben. Das Zisterzienserinnenkloster Marienschloß bei Rockenberg widersetzte erfolgreich der Reformation.

Auch Graf Ludwig blieb ohne männliche Nachkommen, so daß sein Bruder Christoph zu Stolberg das Erbe antrat. Dieser verstarb am 5. August 1581. Daraufhin teilte der Mainzer Kurfürst Daniel Brendel von Homburg dessen Bruder Albrecht Georg zu Stolberg mit, daß per Vollmacht des Kaisers Rudolf II. die Grafschaft als erledigtes Reichslehen anzusehen sei und der Kurfürst als Reichskommissarius für die Herrschaft eingesetzt werde. Die Grafschaft wurde in das Oberamt Königstein umgewandelt. Die Grafen zu Stolberg klagten dagegen erfolglos vor dem Reichskammergericht.

Verweise