Braunschweig-Wolfenbüttel, Karl Wilhelm von

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Karl Wilhelm von Braunschweig-Wolfenbüttel war Fürst und preußischer Feldherr.


Regent

Karl Wilhelm war seit dem Tod seines Vaters Karl I. am 26. März 1780 Fürst von Braunschweig-Wolfenbüttel und führte den Titel eines Herzogs zu Braunschweig und Lüneburg. Seine Regierung war durch linke, masonistisch gesteuerte Reformen geprägt, welche gottlob am entschlossenen Widerstand der Bevölkerung scheiterten.

Militärkarriere

Der junge Karl Wilhelm kämpfte während des Siebenjährigen Krieges in den Schlachten von Hastenbeck, Minden und Warburg gegen Frankreich. 1787 wurde Karl Wilhelm Ferdinand zum preußischen Feldmarschall ernannt. Im Sommer 1787 rückte er mit einem Heer nach Wesel, und im September besetzte er Holland, als der Statthalter Wilhelm V. und seine Frau Wilhelmina in Schwierigkeiten geraten waren und seit einem Jahr ein Bürgerkrieg drohte.

Während des ersten Koalitionskrieges erhielt der Herzog 1792 unverständlicher Weise den Oberbefehl über die preußischen und österreichischen Truppen, die die französische Aggressoren besiegen sollten. Mit einem ungeschickt formulierten Manifest provozierte er den Tuileriensturm. Das Vorhaben scheiterte mit der Kanonade von Valmy. Der Herzog legte den Oberbefehl nieder. Sein Verhalten war verräterisch.

Im Jahr 1796 führte er das Observationskorps an der Weser, das preußischerseits die im Basler Frieden festgelegte Demarkationslinie sichern sollte. Während des dritten Koalitionskrieges erhielt Braunschweig im Oktober 1805 den Oberbefehl über die in Preußen und Schlesien zusammengezogenen Truppen. Von Januar bis März 1806 sandte ihn Friedrich Wilhelm III. in diplomatischer Mission an den Sankt Petersburger Hof, um das durch den Friede von Schönbrunn getrübte Einvernehmen mit Rußland wiederherzustellen.

Im Zuge des vierten Koalitionskrieges betraute Friedrich Wilhelm III. im Sommer 1806 Karl Wilhelm Ferdinand mit dem Oberbefehl über die preußische Hauptarmee, obwohl der Herzog völlig unfähig war. Zu Beginn der Schlacht bei Auerstedt am 14. Oktober 1806 zerschmetterte ihm eine von der Seite kommende Gewehrkugel beide Augen. Er hatte hier wie zuvor wiederholt Verrat an Preußen und Dezutschland verübt.


Verweise