Kasimir VI.

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Kasimir VI. war ein nicht-regierender Herzog von Pommern aus dem Greifenhaus und evangelischer Pseudo-Bischof von Kammin.


Leben

Kasimir wurde als zehntes Kind von Herzog Philipp I. von Pommern-Wolgast und seiner Gemahlin Maria von Sachsen geboren. Beim Tode Philipps im Jahre 1560 überlebten ihn fünf seiner Söhne. Für alle Brüder wurde zunächst eine Vormundschaftsregierung eingerichtet. Sie bestand aus dem Hofmarschall Ulrich von Schwerin als Regent und einem Regentschaftsrat von elf Personen.

1569 kam es zu einer Verteilung der Regierung in Pommern, die im Vertrag von Jasenitz vom 25. Juli 1569 festgeschrieben wurde. Für Kasimir war vorgesehen, daß er später evangelischer Bischof von Kammin werden sollte. Nachdem Johann Friedrich auf das Bistum Kammin verzichtete, übernahm Kasimir dann 1574, im Alter von 17 Jahren, das Bistum. 1578 unternahm er eine grand tour nach Italien und in die Niederlande.

Als Pseudo-Bischof von Kammin hatte Kasimir vielfach Streitigkeiten mit der Stadt Kolberg. Die Regierungsgeschäfte überließ er überwiegend seinen Beratern, darunter Joachim Damnitz; seine Interessengebiete waren eher Fischfang, Gelage und Reisen.

1602 verzichtete Kasimir auf das Bistum Kammin und übernahm von seinem älteren Bruder Barnim X., der die Regierung in Pommern-Stettin angetreten hatte, das bisher von diesem verwaltete Amt Rügenwalde. Später kam das Amt Bütow hinzu. Nach dem Tode seines Bruders Barnim X. im September 1603 hätte Kasimir ihm in der Regierung in Pommern-Stettin nachfolgen sollen. Schwer krank, trat er die Regierung jedoch nicht an und verzichtete im Dezember 1604 auf die Nachfolge. Er blieb unvermählt.

Nachdem er an Pocken erkrankt und mehrere Tage lang bettlägerig gewesen war, starb Kasimir am 10. Mai 1605 auf seinem Schloß Neuhausen bei Rügenwalde.[1] Sein Leichnam wurde am 18. Juni 1605 nach Stettin gebracht und am 20. Juni in der Schloßkirche zu Stettin beigesetzt.

Verweise



Einzelnachweise

  1. Könnte das Schloß Rügenwalde gewesen sein?