Labouré, Katarina

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  • * 2. Mai 1806 in Fain les Moutiers, Burgund
  • † 31. Dezember 1876


Katarina Labouré war eine Seherin und eine Heilige.


Leben

Katarina wurde als achtes von zehn Kindern geboren. Nach dem Tod ihrer Mutter übernahm sie im Alter von 12 Jahren die Leitung des Hofes. 1830 kam sie mit 24 Jahren ins Seminar der Vinzentinerinnen, 140 Rue du Bac in Paris.

Erste Vision

Katarina erlebte im Konvent in Paris eine erstaunliche geistige Erfahrung. Die Jungfrau Maria, die Katarina seit ihrer Kindheit als ihre Mutter auserwählt hat, zeigt sich ihr. Um halb 12 Uhr in der Nacht auf den 19. Juli, dem Festtag des hl. Vinzenz, wurde die Schwester wach. Sie hörte dreimal ihren Namen rufen und sah ihr Bett in einem hellen Schein.

Als sie ihren Vorhang zurückschob, gewahrte sie einen überirdisch schönen Knaben, der sie aufforderte, mit ihm in die Kapelle zu gehen: „Die Mutter Gottes wartet auf dich!“ - Auf ihren ängstlichen Gedanken, man könnte ihr Aufstehen und Fortgehen merken, antwortete der Knabe, den sie als ihren Schutzengel erkannte: „Es wird dich niemand hören; komm!“ Nun zog sie sich eilends an und folgte dem Kinde über Stiegen und Gänge. Überall war es hell und alle Türen öffneten sich. Auch in der Kapelle brannten die Lichter. An der Kommunionbank kniete Schwester Katarina nieder und wartete. In ihr demütiges und schweigendes Warten rauschte ein Seidenkleid und der Himmelsknabe sagte: „Die heilige Jungfrau! Sie ist da.“

Maria hatte auf dem Stuhl, den der geistliche Direktor bei den Konferenzen an die Schwestern einnimt, Platz genommen. Ihr Kleid war weiß und gelb und ihre Erscheinung von himmlischer Anmut und Liebenswürdigkeit. Schwester Katarina kniete sich hin und legt ihre Hände in den Schoß der Mutter. Von dem vertraulichen Zwiegespräch zwischen Mutter und Kind ist uns wenig erhalten. Es waren Dinge, die nur die Heilige selbst angingen, über ihre Seelenführung und ihre Tröstungen im Verkehr mit dem göttlichen Heiland.

Maria kündete ihr noch eine große Aufgabe an, die sie ihr mitteilen werde. Die Heilige wußte nicht, wie lange sie bei der Mutter war. Unbeschreibliches Entzücken erlebte sie wie niemals zuvor oder später in ihrem Leben. Als der Engel sie zurückbegleitet hatte, schlug die Uhr die zweite Morgenstunde.

Zweite Vision

Vier Monate später, am 27. November 1830, einige Zeit nach der Abendbetrachtung, vernahm Schwester Kaharina wieder das ihr bereits bekannte Rauschen des Seidenkleides der Gottesmutter. In der Höhe des Altarbildes sah sie die Gesalt der Himmelskönigin, die sie ihrem Beichtvater, dem Missionspriester Aladel, ungefähr so beschrieb: Maria stand aufrecht, ihr Kleid war von rosenfarbenem Weiß wie der strahlende Morgen. Es hatte weite Ärmel. Ein weißer Schleier bedeckte das Haupt und fiel bis zu ihren Füßen nieder.

Ihre Füße ruhten auf einer weißen Halbkugel, um die sich eine grünlich-weiße Schlange wand. In den Händen hielt Maria eine goldene Kugel, um sie Gott darzubringen, das Symbol der Welt. Immer wieder schaute sie die Erdkugel an und erhob dann ihre Augen zum Himmel. Danach senkte die Hl. Jungfrau die Hände, und Strahlen gingen von nun mit Edelsteinen besetzten Händen aus. „Diese Strahlen sind das Sinnbild der Gnaden, die ich allen schenken werde, die mich darum bitten“, sagt Maria. Dann bildet sich um die Muttergottes ein ovaler Rahmen mit der Inschrift: „O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns, die wir zu dir unsere Zuflucht nehmen.“ Gleichzeitig vernahm Katarina eine Stimme: „Laß nach diesem Muster eine Medaille prägen. Große Gnaden werden die erfahren, die sie tragen. Die Gnaden werden überreich sein für jene, die Vertrauen haben.“

Das Bild andte sich nun und Schwester Katarina erkannte die Gestaltung der Rückseite der Medaille: Ein „M“, von einem Kreuz überragt, das auf einem Querbalken ruht. Darunter das Herz Jesu von einer Dornenkrone umgeben und das Herz Mariens, von einem Schwert durchbohrt. Ein Kranz von zwölf Sternen umrahmt das ganze Bild.

Schwester Katarina teilte das von ihr erlebte Geschehen ihrem Beichtvater und der Schwester Oberin mit. Diese schenkten ihr zunächst keinen Glauben. Doch sie blieb beharrlich. Die Muttergottes erschien ihr vor Weihnachten desselben Jahres ein drittes und letztes Mal. Sie wiederholte den Auftrag, die Medaille prägen zu lassen.

Während des nächsten Jahrs hatte die Erscheinung fünf Mal stattgefunden und jedes Mal mit den gleichen Anweisungen: „haben eine Medaille, die auf diesem Modell, und allen denjenigen gestreikt wird, die es tragen, werden empfangen große Anmut, besonders wenn abgetragen um den Hals“.

Der Bischof von Paris genehmigte zwei Jahre später im Jahre 1832 die Herstellung der Medaille. Der ursprüngliche Name der Medaille war „Makellose Empfängnis Mariens“, doch sieben Jahre später wurde er in „Übernatürlicher Medaille“ geändert. Die Medaille verbreitet sich auffallend schnell über Frankreich hinaus durch ganz Europa und die verschiedenen Kontinente.

Millionen Menschen tragen heute dieses Medaillon, das so viel Segen spendet. Bald sprach das Volk nur noch von der „Wundertätigen Medaille“. Von unerwarteten Heilungen, Schutz in körperlichen und seelischen Gefahren, auffallenden Bekehrungen und wundersamen Fügungen im Zusammenhang mit dieser Medaille wird bis in unsere Tage hinein berichtet.

Erst nach ihrem Tode, am 31. Dezember 1876, eröffnen die Obern der Versammlung der Barmherzigen Schwestern ihr Geheimnis.

Am 28. Mai 1933 wurde Catherine Labouré selig gesprochen und am 27. Juli 1947 nahm sie Papst Pius XII. in die Schar der Heiligen auf.

Verehrung

28. November.

Verweise