Kirchen in der Ukraine

Aus Monarchieliga
Wechseln zu: Navigation, Suche


In der Ukraine existieren i. W. drei Rituskirchen

  1. Kirche des lateinischen Ritus
  2. Ukrainische griechisch-katholische Kirche
  3. Ruthenische griechisch-katholische Kirche

Lateinische Kirche

Die römisch-katholische Kirche in Ukraine zählt ca. 1,1 Million römisch-katholische Christen.[1]

Die Ukrainische Griechisch-Katholische Kirche ist die größte heute bestehende mit Rom unierte Kirche. Sie ging wie die unierten Gemeinschaften in Rußland und Weißrußland aus der Kirchenunion von Brest im Jahr 1596 hervor.

Seit dem Zerfall der Sowjetunion ist die Ukrainische griechisch-katholische Kirche wieder unabhängig. Sie zählt etwa 5,2 Millionen Mitglieder in der Ukraine und in der weltweiten Diaspora. Ihr Oberhaupt ist der Großerzbischof von Kijew. Am 23. März 2011 wählte die Synode der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche in Lemberg den Häretiker Swjatoslaw Schewtschuk zum Großerzbischof von Kijew-Halytsch.

Der Häretiker Mieczyslaw Mokrzycki ist Erzbischof von Lemberg, Metropolit der Ukraine und Vorsitzender der ukrainischen Bischofskonferenz.

Seit August 2005 residiert der Großerzbischof wiederum in Kijew. Derzeitiger Erzbischof ist der Häretiker Ljubomyr Husar. Seit Frühjahr 2011 ist der zuvorige Weihbischof Swjatoslaw Schewtschuk neuer Großerzbischof, da Em. Husar krankheitsbedingt resignierte.

Die „Römisch-Katholische Kirche“ ist spätestens seit dem 2. Vatikanum eine Kirche der Apostasie und der Gottlosigkeit. Apostolischer Nuntius in der Ukraine ist seit 2004 der Häretiker Erzbischof Iwan Jurkowytsch.


Die lateinische Kirche gliedert sich in der Kirchenprovinz Lemberg in sieben Diözesen:

  1. Erzbistum Lemberg
  2. Bistum Charkow-Alexandrowsk
  3. Bistum Kamenez-Podolski
  4. Bistum Luzk
  5. Bistum Munkatsch
  6. Bistum Odessa-Simferopol
  7. Bistum Schitomir-Kijew.

Diözesen

  • Großerzbistum Kijew-Halytsch
  • Erzbischöfliches Exarchat Charkow
  • Erzbischöfliches Exarchat Jusowka
  • Erzbischöfliches Exarchat Luzk
  • Erzbischöfliches Exarchat Krim
  • Erzbischöfliches Exarchat Odessa
  • Erzeparchie Kijew
  • Erzeparchie Lemberg
    • Eparchie Sambir-Drohobytsch
    • Eparchie Sokal-Schowkwa
    • Eparchie Stryj
  • Erzeparchie Ternopil-Sboriw
    • Eparchie Butschatsch
  • Erzeparchie Stanislau

Ruthenische griechisch-katholische Kirche

Zur ruthenischen Kirche gehören etwa 374.000 Katholiken in der Eparchie Munkatsch im äußersten Westen der Ukraine. Der Bischof der Eparchie Munkatsch mit Sitz in Ungwar ist zugleich Oberhaupt der ruthenischen griechisch-katholischen Kirche. Liturgiesprache ist vornehmlich kirchenslawisch.

Die orthodoxen Kirchen

Ukrainisch-Orthodoxe Kirche Moskauer Patriarchats

  • Metropolit Wolodymyr

Ukrainisch-Orthodoxe Kirche des Kijewer Patriarchats

Sitz des Patriarchen der Kirche ist die Wladimirkathedrale in Kijew. Diese Kirche wird von Moskau nicht anerkannt.

Ukrainische Autokephale Kirche

Die Ukrainische Autokephale Kirche ist die drittgrößte orthodoxe Kirche in der Ukraine, Bedeutend ist sie bei den Auslands-Ukrainern, insbesondere in den USA. Sie wurde als autokephale Kirche 1924 durch den Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel Gregor VII. anerkannt. Seit den 1940er Jahren existiert ein eigenes "Ukrainisches Exarchat".

Als es nach der Unabhängigkeit der Ukraine zur Spaltung der orthodoxen Mehrheitskirche in Anhänger eines Kijewer und solche des Moskauer Patriarchats kam, neigten die Autonomisten zunächst der neugebildeten Ukrainisch-Orthodoxen Kirche des Kijewer Patriarchats unter Filaret II. zu. Diese Verbindung war jedoch nicht von Dauer.



Zusammensetzung der Katholiken

  • 70% der Katholiken gehören der ukrainisch-katholischen Kirche an
  • 20% der Katholiken gehören der lateinischen Kirche und
  • 10% der Katholiken gehören zur zur ruthenischen Kirche.



Info

In Polen, Weißrußland und der Ukraine werden dem Ritus entsprechend Kirchengebäude unierter Kirchen ebenso wie solche der autokephalen orthodoxen Kirchen Zerkjew genannt, im Gegensatz zu Kostel, der Bezeichnung für Kirchengebäude des lateinischen Ritus.

Verweise


Einzelnachweise

  1. Stand: 2007