Kommt und laßt uns Christum ehren

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Geschichte

Der Text wurde erstmals 1667 als Weihnachtslied in der von Johann Georg Ebeling herausgegebenen Geistlichen Andachten veröffentlicht und später in Johann Krügers Gesangbuch Praxis pietatis melica übernommen. Es ist dem in alter Zeit besonders verbreiteten Quem pastores laudavere (aus dem Hohenfurter Liederbuch um 1460) nachgebildet. Melodie und Versmaß des deutschen Liedes sind dem ersten Teil der Quempasmelodie entlehnt.

Ein Chorsatz auf Gerhardts Text zur traditionellen Melodie des Quem pastores stammt von Max Reger (aus 12 deutsche geistliche Gesänge). Auch einem Chorsatz von Michael Prätorius wird Gerhardts Text gelegentlich unterlegt. Eine vollständige Neuvertonung stammt von Ernst Pepping.[1]

Text der Hymne

1. Kommt und laßt uns Christum ehren,
Herz und Sinnen zu ihm kehren;
singet fröhlich, laßt euch hören,
wertes Volk der Christenheit.


2. Sünd' und Hölle mag sich grämen,
Tod und Teufel mag sich schämen;
wir, die unser Heil annehmen,
werfen allen Kummer hin.


3. Sehet, was hat Gott gegeben:
seinen Sohn zum ew'gen Leben.
Dieser kann und will uns heben
aus dem Leid ins Himmels Freud'.


4. Seine Seel ist uns gewogen,
Lieb' und Gunst hat ihn gezogen,
uns, die Satanas betrogen,
zu besuchen aus der Höh'.


5. Jakobs Stern ist aufgegangen,
stillt das sehnliche Verlangen,
bricht den Kopf der alten Schlangen
und zerstört der Höllen Reich.


6. Unser Kerker, da wir saßen
und mit Sorgen ohne Maßen
uns das Herze selbst abfraßen
Ist entzwei und wir sind frei.


7. O du hochgesegnete Stunde,
da wir das von Herzensgrunde
glauben und mit unserm Munde
danken dir, o Jesulein.


8. Schönstes Kindlein in dem Stalle,
sei uns freundlich, bring' uns alle
dahin, da mit süßem Schalle
dich der Engel Heer erhöht.


Verweise


Einzelnachweise

  1. Aus dem Liederbuch nach Gedichten von Paul Gerhardt, Nr. 7, 1945/46