Kristina von Schweden

Aus Monarchieliga
Wechseln zu: Navigation, Suche
  • nach ihrem Übertritt zur Kirche "Maria Alexandra"
  • * 17. Dezember 1626 in Stockholm
  • † 19. April 1689 in Rom
  • 1632-1654 Königin von Schweden


Kristina von Schweden


Leben

Kristina war zweite Tochter des schwedischen Königs Gustav II. Adolf und seiner Gemahlin Maria Eleonora von Brandenburg. Kristina war fünf Jahre alt, als ihr Vater 1632 in der Schlacht bei Lützen fiel und sie den Thron bestieg. Bis 1636 lebte sie bei ihrer Mutter Maria Eleonora von Brandenburg, danach, weil diese als depressiv und verantwortungslos galt, bei ihrer Tante Katarina Wasa und deren Mann Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken. Mit deren Sohn Karl Gustav hatte sie in ihren Jugendjahren anscheinend eine kurze Liebschaft. Auf Wunsch des Vaters wurde sie wie ein Kronprinz ausgebildet und ab 1635 auf das Königsamt vorbereitet.

Herrschaft

1644 übernahm sie als Achtzehnjährige die Regierungsgewalt; die Krönung wurde allerdings wegen des Torstenssonkrieges verschoben. Bis dahin hatte Reichskanzler Axel Oxenstierna die Regentschaft geführt. Als Kristina 1644 mündig wurde, nutzte sie die Unterstützung Johann Kasimirs von Pfalz-Zweibrücken und seiner beiden Söhne Karl Gustav und Adolf Johann, mit denen sie aufgewachsen war, um sich von der Bevormundung durch Oxenstierna zu befreien. 1647 ernannte sie Karl Gustav zum Generalissimus der schwedischen Truppen in Deutschland und signalisierte gleichzeitig ihre Absicht, ihn zu heiraten.

Abdankung und Konversion zur Kirche

Ihrer Abdankung geht eine längere Vorgeschichte voraus. Schon 1650 kam es im Parlament zu Unruhen. Im Jahre 1651 erklärte die Königin, sie brauche Ruhe und das Land einen starken Führer. Bereits 1651, kurz nach ihrer offiziellen Krönung am 20. Oktober 1650, hatte Kristina die diesbezügliche Absicht verlauten lassen, war aber von Oxenstierna überredet worden, davon Abstand zu nehmen. Ein weiterer Grund dafür war, daß sie ihren Vetter heiraten sollte, aber jede Heirat prinzipiell ablehnte.

Kristina wa wenig populär. Sie ließt Arnold Johan Messenius hinrichten, der sie eine Jezebel genannt hatte. Schließlich dankte sie ab und flüchtete nach Antwerpen. Sie konvertierte in Brüssel heimlich und dann öffentlich in der Innsbrucker Hofkirche. Für die Kirche war der Übertritt ein Triumph, schließlich war sie die Tochter von Gustav Adolf, dem protestantischen Helden im Dreißigjährigen Krieg.

Verweise